Die besten SEO-Tools im Überblick

Für jeden Website-Betreiber ist eine ordentliche Suchmaschinenoptimierung erfolgskritisch, denn schließlich möchte man im Web gefunden werden. Dabei unterstützen dich zahlreiche kostenfreie Tools, die du nutzen kannst, um Schwachstellen auf deiner Website zu erkennen (Onpage-SEO) und um zu sehen, wer auf deine Website verlinkt (Backlinks). Es gibt Hunderte von Tools und natürlich macht es auch Spaß, die eigene Website zu analysieren. Letztendlich muss man aber strukturiert vorgehen und daher habe ich die wichtigsten Tools, die du benötigst, in dieser SEO-Tool Masterliste zusammengestellt.

Ein allgemeiner Überblick über die Website

Um die Website einfach generell zu checken und einen Überblick darüber zu haben, was gut oder nicht so gut ist, kannst du folgende Tools nutzen:

  • OnPage.org FREE – Dieses Tool solltest du dir in keinem Fall entgehen lassen, denn seit diesem Jahr gibt es die kostenlose Version dieses sehr empfehlenswerten Website-Optimierungs- und SEO-Tools. In der kostenlosen Variante werden zwar „nur“ 100 Seiten analysiert, was aber für kleinere Websites völlig ausreicht. Es werden Optimierungsmöglichkeiten in vier verschiedenen Levels angezeigt, so dass man nach und nach die einzelnen Problemstellen beheben kann. Wer nicht so viel Erfahrung mit der Suchmaschinenoptimierung hat, findet auch immer wieder Hinweise, welche Bedeutung die verschiedenen Rubriken haben. Ein Ampelsystem unterstützt Webmaster dabei welche Prioritäten gesetzt werden sollten.

Onpage.org FREE SEO-Tool

UPDATE: Sehr nützlich und leicht verständlich ist auch das Tool http://seorch.de, das Lars Lakomki in den Kommentaren erwähnt. Vielen Dank dafür!

Last, but definitely not least:

Website-Optimierung mit Google Analytics

Google Analytics ist natürlich kein SEO-Tool im engeren Sinn. Und du erhältst auch keine konkreten Onpage-Optimierungstipps wie bei den oben erwähnten Tools. Aber mit diesem ebenfalls kostenfreien, sehr mächtigen Tool, bekommst du viele wertvolle Tipps, wie du deine Website optimieren kannst. Wenn du dich bisher noch nicht mit Google Analytics beschäftigt hast, findest du in meinem Blog Analytics für Einsteiger hilfreiche Tipps.

Suchmaschinengerechtes Texten

Update: Florian von OnpageDoc hat im Kommentar ein recht neues Tool erwähnt, mit dem bereits bestehende Texte dahingehend analysiert werden können. Bei der sogenannten Termgewichtung geht es darum festzustellen, wie oft Keywords oder Keyword-Phrasen (Long-Tail Keywords) im Text verwendet wurden und wie oft welche Top 15 Websites im  aktuellen Google-Ranking diese verwenden. Auf diese Weise stellt man fest, dass man vielleicht einen Text gar nicht so gut auf das Keyword abgestimmt hat oder man findet weitere Keywords, die man zusätzlich noch verwenden könnte.

Ein Beispiel: Es gibt Unternehmen, die auf der Startseite zwar ihre Produkte darstellen, aber letztendlich sind die am meisten verwendeteten Begriffe beispielsweise „GmbH“ oder „Produkte“. Auf diese Keywords wollten sie ja wahrscheinlich nicht optimieren ;).

Das Tool unterstützt einen also herauszufinden mit welchen Keywords die Wettbewerber ranken. Ich habe es selbst schon einige Male verwendet und muss sagen „Daumen hoch“! Im Video auf der Startseite wird auch nochmal genau erklärt, was es mit dem ominösen Begriff WDF*IDF auf sich hat. Trotzdem immer daran denken: Für die Zielgruppe bzw. den Leser schreiben ;).

Kostenpflichtige SEO-Tools haben übrigens die WDF*IDF-Analyse in ihren Tools meist schon integriert.

Weiter kostenlose und interessante Tools von OnageDoc sind:

  • http://www.textanalyse-tool.de/  – Hier kann man Texte auf das Keyword und die Lesbarkeit hin analysieren lassen. Das Tool ist übrigens ziemlich streng (mit mir auch ;)).

Tools zur Keyword-Recherche

Und wie findet man nun die richtigen Keywords, damit man nicht, wie oben beschrieben, aus Versehen seine Texte auf die falschen Keywords optimiert? Man muss eine Keyword-Recherche machen, um herauszufinden, wie nach den Produkten oder Dienstleistungen gesucht wird und die entsprechenden Texte formulieren. Das erste Mittel der Wahl ist der Google AdWords Keyword Planer. Dazu muss man sich bei Google AdWords anmelden, muss aber weder Kontodaten eintragen noch Anzeigen schalten. Du kannst das Tool auch nur zur Keyword-Recherche nutzen. Beim Anmelden verwendet man die E-Mail-Adresse mit der man sich sonst auch bei anderen Google-Produkten anmeldet. Nutze auch Google suggest (die Vorschläge, die beim Eingeben in den Suchschlitz erscheinen) und die verwandten Anfragen (am Ende der ersten Suchergebnis-Seite). Weitere Tools zur Keyword-Recherche:

  • Das W-Fragen-Tool ermittelt Fragestellungen auf der Basis von Google Suggest (die Vorschläge, die im Suchfeld von Google angezeigt werden). So bekommst du wertvolle Hinweise für die Erstellung der Texte, denn diese Fragestellungen werden genau so bei Google eingegeben. Manchmal braucht man einfach einen „Anstupser“, wenn man Inhalte für Webseiten generieren soll. Danach kann man mit dem oben erwähnten WDF*IDF-Tool die Texte bzw. die Termgewichtung analysieren lassen.
  • Ein sehr feines, neues Keyword-Recherche-Tool hat Sebastian Kraus entwickelt, das mich sofort überzeugt hat: Hypersuggest. Hier kann man wahlweise reverse suggest (Worte, die vor meinem Keyword kommen), normal suggest (nach meinem Keyword) oder Wortkombinationen recherchieren. Super ist auch die Möglichkeit W-Fragen mit dem eigenen Keyword zu recherchieren. Daumen hoch für dieses Tool!!!

Keyword-Recherche Tool Hypersuggest

Welche Backlinks hat meine Website?

Bei der Backlink-Generierung ist vor allen Dingen wichtig, sich nicht einfach überall in irgendwelchen Webverzeichnissen seine Website einzutragen, sondern möglichst von thematisch relevanten und verwandten Websites verlinken zu werden. Das ist aufwändig, lohnt aber die Mühe, denn nach wie vor ist das für Google ein Zeichen für die Wertigkeit deiner Website. Dies gilt aber nur, wenn diese Backlinks nicht z.B. von Linkfarmen gekauft wurden, sondern handverlesen generiert wurden. Um herauszufinden, welche Websites auf die eigene Seite verweisen, helfen diverse Tools, die einen Überblick über die vorhandenen Backlinks liefern. Man muss aber wissen, dass kein kostenloses Tool wirklich alle Backlinks nennt. Für einen Einblick reichen sie aber allemal.

  • http://www.backlink-tool.org/ – Dieses Tool überwacht nicht nur die Backlinks, die auf die Website verweisen, sondern auch den entsprechenden Ankertext. Warum dieser Ankertext wichtig ist, erkläre ich in dem Artikel über die interne Verlinkung (auch wenn es bei dem Ankertext-Checker um Backlinks geht).
  • http://www.backlinkwatch.com
  • https://de.majesticseo.com/ Nach der kostenlosen Anmeldung erhält man einen Überblick über die 10 wichtigsten Backlinks. Um mehr Einträge anschauen zu können, muss man ein Upgrade durchführen.
  • Und immer wieder wichtig: die Google Search Console. Das sind die ehemaligen Google Webmaster Tools, die Google im Mai 2015 umbenannt hat.

Ist die Performance der Website ok?

Die Ladezeiten der Website sind ein wichtiges SEO-Kriterium geworden. Kein Wunder, denn Google geht davon aus, dass langsame Website hohe Absprungraten hervorrufen, weil die Nutzer ungeduldig werden. Also wird Google solche Seite nicht so hoch in den Suchergebnissen präsentieren wie andere schnelle Sites. Mit diesen Tools kannst du die Performance der Website testen und du bekommst Tipps, was du an deiner Website verbessern kannst, um die Ladezeiten zu verringern:

Und mit welchen Keywords ranken die Website in den Suchergebnissen?

Um festzustellen, ob du mit den von dir ausgesuchten Keywords (die hoffentlich auch in der Form gesucht werden), musst du Tools verwenden. Es ist zwecklos, wenn du dich selbst googlest, denn seit der Einführung der personalisierten Suche bei Google, entsprechen die Suchanfragen deinem persönlichen Nutzerverhalten. Natürlich werden dabei vor allem Webseiten ausgespielt, die du vorher schon gesucht und besucht hast. Man braucht also ein unabhängiges Keyword-Ranking Tool. Es gibt sehr viele, teils ziemlich teure, aber umfangreiche SEO-Tools wie Sistrix, Searchmetrics, SEOlytics etc., deren Einsatz sich für Betreiber von kleineren Websites oft nicht lohnt. Sistrix und SEOlytics bieten aber ein kostenlose Starterversionen an, mit dem man einen ganz guten Eindruck vom Zustand der Website erhält:

Weitere Tools, die ein paar der wichtigsten Keywords analysieren für die man ranken möchte, sind folgende:

Ist meine Website für mobile Geräte optimiert?

Nicht erst seit die Google Search Console allen Nutzern eine Mail geschickt hat, dass die Optimierung für mobile Geräte nun zum Ranking-Faktor wird, ist es wichtig, dass Webseiten auch Nutzern von Smartphones und Tablets eine gute Bedienbarkeit ermöglichen. Mit folgenden Tools lassen sich Seiten testen:

Fazit: Ein SEO-Tool für alle Fälle?

Wenn dir die Nutzung der vielen verschiedenen Tools zu aufwändig ist, wird dir nichts anderes übrig bleiben als eines vielen kostenpflichtigen SEO-Tools einzusetzen. Aber auch diese haben unterschiedliche Ansätze, so dass man in jedem Fall verschiedene Tools testen sollte.

Die Anmeldung bei der Google Search Console ist ein Muss, denn hier bekommst du wertvolle Insights (siehe auch: SEO mit der Search Console).

Am besten ist es, die eigene Website immer mal wieder durch die verschiedenen Tools laufen zu lassen, v.a. dann, wenn du sie oft aktualisierst und einen Blog hast.

Über Kommentare, welche SEO-Tools kennst, nutzt und schätzt, würde ich mich sehr freuen!

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