Was sich in der letzten Zeit in Google AdWords geändert hat und die neue AdWords Oberfläche

Google arbeitet momentan verstärkt an den Benutzeroberflächen der einzelnen Google-Produkte. In Google Analytics gab es eine neue Benutzeroberfläche und auch in AdWords und YouTube wird die Oberfläche bis Ende des Jahres völlig anders aussehen. In diesem Artikel geht es um Updates, die seit Anfang des Jahres implementiert wurden bzw. werden.

1.) Erweiterte Textanzeigen
2.) Änderung der Anzeigenrotation
3.) Nur Anrufanzeigen und eine erweiterte Gebotsanpassung für mehr Anrufe
4.) Die neue AdWords Benutzeroberfläche
5.) Auswertung der Landingpages
6.) Auswertungen des Qualitätsfaktors

1.) Erweiterte Textanzeigen

Diese Anzeigen gibt es bereits seit Januar 2017, aber leider haben noch nicht alle Kontoinhaber auf das neue Format umgestellt. Der große Vorteil dieser neuen Anzeigen ist, dass sie für Mobilgeräte optimiert wurden und man so nicht mehr verschiedene Varianten für verschiedene Geräte schalten muss. Die erweiterten Textanzeigen haben z.B. zwei Anzeigentitel statt einem und die angezeigte URL kann zwei optionale Pfade enthalten, z.B. example.com/wandern/schuhe.

Falls die Textanzeigen noch nicht bearbeitet bzw. neu erstellt wurden, sollte das so schnell wie möglich erledigt werden.

2.). Änderung der Anzeigenrotation

Google AdWords-Kunden sind vor kurzem per E-Mail darauf aufmerksam gemacht worden, dass sich die „Einstellungen für die Anzeigenrotation“ ändert. Was genau bedeutet das?

In den Kampagneneinstellungen wird festgelegt, auf welche Weise die Anzeigen an den Auktionen teilnehmen sollen:

  • Für Klicks optimieren, d.h. Anzeigen mit einer höheren Klickwahrscheinlichkeit werden eher gezeigt.
  • Für Conversions optimieren, d.h. es werden bevorzugt Anzeigen gezeigt, die zu einer Conversion führen könnten. Dazu muss das Conversion-Tracking eingerichtet sein.
  • Gleichmäßige Anzeigenrotation, d.h. die ersten drei Monate werden die Anzeigen in einer Anzeigengruppe gleichmäßig geschaltet. So kann man erst einmal selbst sehen, welche Anzeigen besser oder schlechter laufen. Danach übernimmt AdWords das Ruder. Diese Einstellung ist häufig recht sinnvoll, da man allen Anzeigen erst einmal die gleichen Chancen einräumt.
  • Unbestimmte Anzeigenrotation, d.h. alle Anzeigen werden immer geschaltet, auch wenn sie möglicherweise wenig Leistung erbringen. Hier muss man natürlich öfters kontrollieren, wie die Performance der gesamten Anzeigengruppe ist.

Google Adwords Anzeigenauslieferung

Was ändert sich ab dem 25.09.2017?
Es wird ab diesem Datum nur noch zwei Einstellungsmöglichkeiten für die Anzeigenrotation geben:

„Optimieren“ oder die „unbestimmte Anzeigenrotation“. Das bedeutet, dass es nur noch die Möglichkeit gibt das System machen zu lassen oder eben nicht. Die ersten drei werden automatisch auf „Optimieren“ umgestellt, die „unbestimmte Anzeigenrotation“ wird so belassen.
Neue Anzeigenrotationen

Das AdWords-System verfügt über so viele Daten und Optimierungsmöglichkeiten, dass es gerade für weniger erfahrene AdWords-Kunden sicher ratsam ist die Optimieren-Einstellung zu nutzen. Das Problem mag aber sein, dass es nicht ganz so einfach wird, wenn man austesten möchte, was funktioniert und was nicht. Auch Anzeigen, die man hinzufügt, werden es u.U. schwer haben werden sich durchzusetzen, wenn man diese Einstellung gewählt hat.
Bei der Einstellung „Unbestimmte Anzeigenrotation“ hingegen muss man natürlich selbst immer wieder schauen, was man verbessern könnte, welche Anzeigen abgeschaltet werden können oder welche neuen, besseren Anzeigentexte man formulieren könnte. Kampagnen mit Smartbidding werden ebenfalls automatisch auf „Optimieren“ umgestellt (Auto-optimierter CPC und Ziel-ROAS).

Bisher werden die Einstellungen auf Kampagnenebene vorgenommen. Ab dem 25.09.2017 sollen diese auf Anzeigengruppenebene festgelegt werden.

Kampagneneinstellungen Google AdWords

Google hat allerdings in der Mail nicht näher definiert, ob das alle Einstellungen betrifft. Denn wenn alle Einstellungen auf Anzeigengruppenebene unterschiedlich definiert werden, ist es unter Umständen nicht mehr so leicht möglich die diversen Anzeigengruppen untereinander zu vergleichen und man würde evtl. Äpfel mit Birnen vergleichen.
Die Änderungen werden automatisch vorgenommen, du musst also eigentlich nichts machen. Allerdings schadet es natürlich auch nicht, wenn du dann trotzdem mal schaust, was sich bei deinen Kampagnen tut.

3.) Erweiterte Gebotsanpassung für Nur-Anrufanzeigen und Anzeigen mit Anruferweiterung

Diese Anrufanzeigen gibt es natürlich schon länger. Sie werden ausschließlich auf Smartphones bzw. Geräten mit Telefonfunktion ausgeliefert. Es wird dann die Telefonnummer des Unternehmens angezeigt. Neu ist die Gebotanpassung für Nur-Anrufanzeigen und Anzeigen mit Anruferweiterung.
Durch eine Anpassung des Gebots kann die Telefonnummer öfter für Smartphonenutzer eingeblendet werden, weil das System dann automatisch die Gebote anpassen kann (-90% bis 900%). Diese Funktion wird es geben, wenn die neue AdWords-Oberfläche zur Verfügung steht. Sie ist sicher interessant für lokale Unternehmen wie Praxen, Restaurants, Kanzleien etc. oder natürlich auch überregional tätige Firmen, für die es wichtig ist, dass sie telefonisch erreichbar sind.

So richtest du Nur-Anruf-Anzeigen ein:

Google AdWords nur Anruf-Anzeige

Nur-Anruf-Anzeige Google AdWords

Hier wird die gleiche Telefonnummer wie in den Anzeigenerweiterungen eingegeben. Falls du noch gar keine Anzeigenerweiterungen erstellt hast, solltest du das möglichst nachholen. Auf diese Weise verbesserst du die Darstellung der Anzeigen und möglicherweise auch die Performance der Kampagnen.

Anzeigenerweiterungen in Google AdWords

Bei diesen Textanzeigen werden Nutzer wahlweise auf die Website weitergeleitet oder können anrufen. Bei Nur-Anrufanzeigen können sie logischerweise nur anrufen.

Außerdem muss auch unter Tools – Conversions das Conversion-Tracking für Telefonanrufe eingerichtet sein, so dass auch gemessen werden kann, wie viele Telefonanrufe über die Anzeigen zustande kamen. Dies geschieht über eine Google Weiterleitungsnummer.

Die Darstellung für die verschiedenen Geräte kann variieren und bei kleinen Geräten wird vielleicht nicht alles angezeigt wird. Bei der Bestätigungs-URL handelt es sich um eine Seite der Website auf der die Telefonnummer noch einmal explizit genannt wird.

4.) Die neue AdWords Benutzeroberfläche

Wenn du bisher noch keine E-Mail erhalten hast, dass du die neue AdWords-Oberfläche nutzen kannst, dann wurde sie für dein Konto noch nicht freigeschaltet. Was man bisher im Einführungsvideo sehen kann, lehnt sich das Design sehr an Google Analytics an, was konsequent ist, denn viele haben die beiden Tools miteinander verbunden, um mehr Einblick zu erhalten, was Nutzer nach dem Klick auf die Website tun.
Die Kampagnen werden übrigens wie bisher geschaltet und eine Weile wird es wohl auch die Möglichkeit geben zur alten Oberfläche zurückzukehren.
Google bietet hier einen Überblick über die neue Oberfläche und die einzelnen Features:

Die neue Google AdWords-Oberfläche

Hier sieht man bereits, dass es einige neue Funktionen geben wird und außerdem „aufgeräumt“ wurde und unklare Begriffe umbenannt werden, beispielsweise „Dimensionen“. Sehr schön, dass diese in „vordefinierte Berichte“ umbenannt wird, denn vielen war gar nicht klar, was Dimensionen eigentlich sein sollen (obwohl auch in Google Analytics Dimensionen die Attribute sind, also sozusagen das, was man messen möchte).

Hier schon mal ein erster Einblick in die neue Oberfläche:

5.) Auswertung der Landingpages

Spannend wird auch die Auswertung der Landingpages, auf die die Anzeigen führen (auch Ziel-URLs). Es wird anzeigt werden, als wie mobilfreundlich Google diese Seiten einstuft und wie viele Klicks es gab.

Landingpage-Beurteilung Google AdWords

Quelle: https://adwords.googleblog.com/2017/08/go-beyond-click-with-landing-pages-page.html

6.) Auswertungen des Qualitätsfaktors

Was jetzt schon einen Einblick in die Qualität der Landingpages gibt, ist vor einigen Monaten schon eingeführt worden, nämlich zusätzliche Auswertungsmöglichkeiten hinsichtlich des Qualitätsfaktors.
Der Qualitätsfaktor, der auf Keywordebene anzeigt, wie relevant das Keyword ist, ist abhängig von diversen Faktoren wie der Anzeigentext selbst, die Landingpage, die Klickwahrscheinlichkeit, die Höhe des Gebots, dem Wettbewerb und anderen. Um die Qualität der Keywords besser beurteilen zu können, hat Google vor einiger Zeit weitere Messwerte eingeführt, die Aufschluss über Optimierungsmöglichkeiten geben sollen.

Qualitätsfaktor Beurteilung

Dazu müssen weitere Spalten hinzugefügt werden. Die Anzeigenrelevanz zeigt – wie der Name schon sagt – an, ob der Anzeigentext wirklich zu dem ausgewählten Keyword passt oder ob er irrelevant ist. Die Nutzererfahrung mit der Zielseite (Landingpage) verdeutlicht, ob dort ebenfalls das Keyword bzw. ähnliche verwendet werden, also ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Anzeige und Seite besteht. Die erwartete Klickrate basiert auf den bisherigen Klickratenleistungen.

Es ist auch mit diesen Zusatzinformationen nicht immer so ganz einfach zu entschlüsseln, was hinter dem Qualitätsfaktor steckt, aber zumindest hat man einen Anhaltspunkt, was evtl. zu verbessern wäre.

Ich muss sagen, ich bin sehr gespannt auf das Update bzw. das Redesign und hoffe, dass ich bald Zugriff erhalte. Dann gibt es natürlich auch einen Blogartikel über die wichtigsten Änderungen ;).

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