Bevor ich in diesem Artikel einige Tipps beschreibe, wie man das Google Ranking verbessern kann, möchte ich nochmal kurz klarstellen, dass es das klassische Suchergebnis mit einer Liste an Links in der reinen Form kaum mehr gibt. Je nach Wahl des Suchbegriffs, erscheinen Anzeigen von Google AdWords, Google Maps Ergebnisse, Antwortboxen, Karousselbilder und dann erst nach einigem Scrollen die organischen Suchergebnisse. Übrigens testet Google gerade, ob nicht die Suchergebnisse im endless-scroll-Modus dargestellt werden sollen. Auch das würde das klassische Ranking, bei dem die Top-Positionen angestrebt werden, tüchtig durcheinanderwirbeln. Auch Voice Search wird einen immer größeren Einfluss auf SEO haben.

Es ist wird also sicher nicht einfacher in den Suchergebnissen zu ranken. Trotzdem kannst du noch über die allgemeinen SEO-Tipps hinaus weitere Optimierungsmaßnahmen vornehmen, die dein Google-Ranking verbessern können.

Vergiss aber darüber nicht, dass nach wie vor gilt, dass du deiner Leserschaft interessante Informationen lieferst, denn Content ist nach wie vor King. Das gilt übrigens auch für Shops, die sicher noch an ihren Produktbeschreibungen arbeiten können und über die Herstellertexte hinaus kreative und verführerische Texte schreiben könnten. Dazu gibt es einen empfehlenswerten Artikel von Karl Kratz, der dazu sagt: wir merken es, wenn du dein Thema nicht liebst!

Inhalt:

1.) Konzentriere dich bei der Optimierung auf die mobile Suche
2.) Erstelle Inhalte für Featured Snippets
3.) Verbessere die Ladezeiten deiner Website
4.) Passe die Länge der Titles und Meta-Descriptions an
5.) Verwende Strukturierte Daten

 

1. Konzentriere dich bei der Optimierung auf die mobile Suche

Schon vor einiger Zeit hatte Google angekündigt, dass in Zukunft die mobile Version einer Website für die Indexierung und das Ranking genutzt werden wird. Bisher wurden die Desktop-Versionen von Websites gecrawlt und zur Indexierung von Seiten verwendet. Wenn die mobile Version einer Website anders ist als die Desktop-Version stellt das ein Problem dar (z.B. beipiel.de für die Desktop-Version und m.beispiel.de für die mobile Version). Deshalb dient das „mobile-first indexing“ dazu den Nutzern mobiler Geräte die Suche zu erleichtern.

Es gibt übrigens weiterhin nur einen einzigen Index, der genutzt wird, um die Suchergebnisse darzustellen. In der Search Console werden Website-Betreiber darüber informiert, wenn ihre Websites auf das mobile-first indexing umgestellt wurden.

Google betont in der Ankündigung im Webmasters Blog, dass es beim mobile first indexing nicht um das Ranking von Inhalten gehe, sondern um die Art wie Inhalte in den Index aufgenommen werden. Wenn es bei einer Website nur Inhalte gibt, die auf Desktop-PCs gut dargestellt werden, dann werden diese Seiten weiterhin im Index bleiben.

Aber natürlich ermuntert Google alle Website-Betreiber mobil-optimierte Seiten zur Verfügung zu stellen, was natürlich in jedem Fall sinnvoll ist. Google bewertet auch, ob die Seiten mobilfreundlich bzw. für mobile Geräte optimiert sind, was du hier testen kannst: https://search.google.com/test/mobile-friendly.

Eine wichtige Rolle bei der mobilen Suche spielt auch die Lokale Suchmaschinenoptimierung (Local SEO), vor allem, wenn du tatsächlich eine Location hast, wie ein Geschäft, ein Büro, eine Praxis, ein Restaurant etc. Melde dich deshalb in jedem Fall bei Google MyBusiness an, um deinen Eintrag zu verwalten. Mehr Tipps zu Google MyBusiness findest du hier: https://tusche-online.de/lokale-suchmaschinenoptimierung-mit-google-mybusiness/

WordPress-Nutzer, die responsive Themes verwenden, die auch mobil super aussehen, sind für das mobile-first-indexing bestens aufgestellt. Websites, deren Darstellung weder responsiv ist bzw. von denen es keine mobile Version gibt, sollten schnell umstellen, denn das Lesen und Klicken auf Links bei nicht optimierten Websites macht wirklich keinen Spaß.

2. Erstelle Inhalte für Featured Snippets

Suchergebnisse bestehen wie gesagt schon lange nicht mehr nur aus einer Liste von Links. In vielen Fällen versteht Google bereits sehr gut die Absicht, die hinter einer Suchanfrage steht und beantwortet die Frage in einem hervorgehobenen oder Featured Snippet. Diese Snippets sind sozusagen Platz 0 im Ranking, denn sie stehen direkt hinter den Anzeigen.

Featured Snippets - Platz 0 in den Suchergebnissen

Ermöglicht wird dies durch einen Teil des Google Algorithmus, dem sogenannten RankBrain. Dieser basiert auf Machine Learning und entwickelt sich dynamisch. Er befindet sich einem ständigen Lernprozess, um immer besser die Nutzerintention zu verstehen und zwar vor allem bei längeren Phrasen, Fragen oder mehrdeutigen Wörtern. Der Nutzer erhält so effizient und schnell Auskunft.

Bereits die Hälfte der Smartphone-Nutzer nutzen die Sprachfunktion, um eine Suche durchzuführen. Daher wird die Voice Search immer relevanter werden. Featured Snippets sind eine gute Möglichkeit, um in den Suchergebnissen präsentiert zu werden. Allerdings werden sie dazu führen, dass viele Fragen damit bereits beantwortet werden und es gar nicht mehr nötig ist, die Website zu besuchen. Dadurch geht sicher Traffic verloren.

Trotzdem sollte man den entsprechend Content optimieren, z.B. durch Frage-Antwort-Texte, damit eine Platzierung in den Snippets überhaupt möglich wird. So haben auch kleinere Websites durchaus Chancen in dem immer härter werden Kampf um die Top-Positionen.

3. Verbessere die Ladezeiten deiner Website

Gerade für mobile Websites muss auch die Website-Geschwindigkeit im Auge behalten werden, denn diese ist ein wichtiger Rankingfaktor. Natürlich hängt vieles nicht nur an der Programmierung der Website, sondern auch an der Bandbreite, dem Provider und dem Browser-Cache. Viele Tipps zur Performance-Optimierung sind für Nicht-Programmierer auch nicht einfach zu realisieren.

Aber wenn schon mal die Bilder nicht in Originalgröße hochgeladen werden, wie ich es immer wieder erlebe, dann ist das schon mal eine wichtige Optimierungsmaßnahme.

Hier kannst du die Website-Geschwindigkeit überprüfen: https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/?hl=de

4. Passe die Länge der Titles und Meta-Descriptions an

Bei der Frage wie lang Titles und Meta-Beschreibungen eigentlich sein dürfen, scheiden sich die Geister, weil nicht nur die reine Zeichenanzahl in Betracht gezogen wird, sondern auch die Pixelbreite eines Buchstabens. Es gibt natürlich Richtwerte, wie eine Zeichenlänge von ca. 65 Zeichen für den Title und seit einiger Zeit maximal ca. 290 Zeichen für die Meta-Beschreibung. Und dann ist es auch noch so, dass die Suchergebnisse am Desktop und auf mobilen Geräten unterschiedlich dargestellt werden. Bei mobilen Geräten liegt die Grenze eher bei 170 bis 200 Zeichen. Deshalb muss man einen ggf. Mittelweg gehen, denn zwei unterschiedliche Snippets für Desktop und mobile Geräte zu erstellen, wäre dann doch zu aufwändig.

Auf dem Desktop ist es natürlich schon interessant für den Nutzer, wenn er im Suchergebnis bereits ausführliche Informationen darüber erhält, was ihn auf der Seite erwartet. Am besten schaust du in deinem Webanalyse-Tool nach, wie viele Besucher deine Website über mobile Geräte erhält und passt die Meta-Beschreibung entsprechend an.

Die wichtigen Informationen bzw. Keywords sollten am Anfang des Titles und der Description stehen. Wenn die Meta-Description nur kurz ist, nimmt sie nur eine Zeile Platz ein, d.h. das Suchergebnis fällt möglicherweise nicht so auf. Die Meta-Beschreibung hat zwar keinen direkten Einfluss auf das Ranking, aber wenn der Text und die Handlungsaufforderung (Call-to-Action) so informativ ist, dass der Nutzer auf das Suchergebnis klickt, kann dies ein positives Rankingsignal sein.

Wie Du den Title und die Meta-Description mit dem populären WordPress-Plugin Yoast bearbeitest, erfährt Du hier: https://tusche-online.de/wordpress-seo-mit-yoast-seo-plugin/.

5. Verwende Strukturierte Daten

Damit die Crawler von Google & Co die Daten auf der Website besser verstehen, sollte man auf Strukturierte Daten zurückgegreifen. Dies sind zusätzliche Kennzeichnungen im Quellcode beispielsweise für Bewertungen, Adressinformationen, Produktinformationen, Veranstaltungen und vieles mehr. Es geht also darum, es Google möglichst einfach zu machen die Bedeutung der Inhalte der Website zu erkennen, damit die Website möglichst gut in den Suchergebnissen platziert wird. Durch die Verwendung der strukturierten Daten kann Google das Suchergebnis mit weiteren Daten anreichen. In diesem Fall spricht man von einem Rich Snippet. Hier ein paar Beispiele:

Strukturierte Daten erleichtern den Crawlern die Inhalte der Website besser zu verstehen
Es gibt diverse Möglichkeiten zur Strukturierung von Daten (JSON-LD, RDFa), aber Google selbst empfiehlt die Verwendung von Mikrodaten nach schema.org. Dies ist ein gemeinsames Projekt von Google, Microsoft und Yahoo!, so dass die strukturierten Daten auch für andere Suchmaschinen relevant sind. Es gibt HTML-Tags, die global implementiert werden können (z.B. die Adressinformationen) und solche, die auf Inhaltsebene auf einer bestimmten Seite/Blogartikel stehen, wie z.B. Rezeptinformationen für ein bestimmtes Rezept oder eine Veranstaltung. Es ist gut, wenn man sich etwas mit HTML auskennt, um strukturierte Daten einzugeben, aber bei schema.org findet man viele Quellcode-Beispiele, die man kopieren und durch die eigenen Angaben ersetzen kann.

Mit diesem Google Tool kannst du überprüfen, ob die von dir eingegebenen strukturierten Daten richtig implementiert wurden: https://search.google.com/structured-data/testing-tool

Fazit

Auch wenn man bereits ganz fit in Sachen SEO ist und die Basics erledigt hat, muss man sich trotzdem immer mal wieder an neue Gegebenheiten und Trends anpassen. SEO ist eben definitiv keine schnell mal nebenbei zu erledigende Angelegenheit.

 

Bildnachweis: Photo by Patrick Tomasso on Unsplash

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