Wie du die Search Console für deine Suchmaschinenoptimierung nutzen kannst

Wenn du in den Google Suchergebnissen wirklich gut gefunden werden möchtest, führt kein Weg an folgenden zwei Punkten vorbei:

1)  Deine Website muss „leben“, d.h. sie muss immer wieder mit neuen Inhalten gefüllt werden, am besten in Form von neuen Texten/Blogartikeln, die idealerweise auch noch mit Bildern oder Videos versehen sind und wirklich nützlich für deine Zielgruppe sind.
2)  Du brauchst ein paar Tools, um deine Bemühungen zu überprüfen.

Muss es ein kostenpflichtiges SEO-Tool sein?

Nicht unbedingt. Viele SEO-Tools sind zwar kostenpflichtig, bieten aber dafür eine Vielzahl an Verbesserungsvorschlägen. Für eher kleinere Websites (also ca. unter 500 Seiten) sind sie teilweise aber auch sehr überfrachtet. Aber es gibt auch kostenlose SEO-Tools, auf die du zurückgreifen kannst, und die oft völlig ausreichend sind.

Die SEO-Berichte in der Google Search Console

Eines dieser kostenlosen Tools möchte ich dir ans Herz legen, nämlich die Google Search Console. Dieses Google Tool dient Webmastern zur Überprüfung der Funktionalität der Website hinsichtlich der Suche. Sie bietet Berichte und Tools mit denen Fehler korrigiert werden können und das Ranking in den Suchmaschinen optimiert werden kann. Die Search Console bietet also viele Features, die für SEO relevant sind und ist sozusagen ein Must-Have, ohne das du nicht weit in Sachen SEO kommen wirst.

Ich habe im folgenden die wichtigsten Reports, die du für SEO nutzen kannst, zusammengefasst:

1.  HTML Verbesserungen

Damit Google schnell versteht, worum es auf deiner Website geht, ist es wichtig den sogenannten <title>-tag auszufüllen. Dieser ist sozusagen die Kapitelüberschrift in einem Buch. WordPress-Nutzer können ein Plugin wie das SEO-Tool von Yoast nutzen, um diesen HTML-Tag unkompliziert auszufüllen, aber auch andere Content-Management-Systeme bieten natürlich diese Möglichkeit. Dieser Tag gilt als einer der wichtigsten Maßnahmen zur Suchmaschinenoptimierung. Weitere Infos zu der Funktionalität des Yoast-Plugins habe ich in diesem Artikel beschrieben.

HTML Verbesserungen in der Google Search Console

Wie bei jedem Buchkapitel, das eine eigene Bezeichnung hat, sollte auch jede Webseite einen eigenen Titel haben. Die Search Console macht dich hier darauf aufmerksam, ob es Seiten gibt, auf denen der Titel nicht ausgefüllt ist, oder ob es doppelte Einträge gibt. Auch für die Meta-Beschreibung gibt es Hinweise, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Jetzt musst du dir nur noch einen guten Text überlegen, der Leute zum Klicken anregt, wenn sie deine Website im Suchergebnis sehen.

2. Der Suchanfragen-Report

Im Suchanfragen-Report findet man die Suchanalyse, die Auskunft darüber gibt, mit welchen Suchbegriffen die Website in den Suchergebnissen angezeigt wurde. Du kannst auswählen, ob du dir neben den Klicks, auch die Impressionen anzeigen lassen möchtest, die Klickrate und die Position.

Suchanalyse in der Google Search Console

Die Klicks zeigen dir, wie oft auf das Suchergebnis tatsächlich geklickt wurde und Nutzer auf deiner Website gelandet sind.

Die Impressionen zeigen an, wie oft deine Website in den Suchergebnissen gezeigt wurde. Das heißt aber nicht, dass ein Nutzer dieses Suchergebnis auch tatsächlich gesehen hat, v.a. dann nicht, wenn die Website auf der 5. Seite von Google angezeigt wurde. Wenn du also hohe Impressionszahlen hast und wenig Klicks bedeutet das, dass die Seite für diesen Suchbegriff schon relevant ist, aber eben noch nicht relevant genug und dass die Meta-Beschreibung verbessert werden muss oder der Text auf der Website nochmals angepasst werden sollte.

Die Klickrate (CTR = Click-through rate) sind die Klicks/Impressionen x 100. Diese Prozentzahl ist für Google wichtig, das sie hieraus das potenzielle Interesse an deiner Website beurteilen und ob sie es „wert“ ist in den Positionen höher zu rutschen. Eine gute Formulierung der Meta-Beschreibung, die genau zu dem Begriff passt, die Nutzer eingegeben haben, hilft Nutzern sich zu entscheiden, ob sie auf das Ergebnis klicken sollen.

Die Position gibt die durchschnittliche Position im Suchergebnis an, d.h. mit dem Suchbegriff bist du z.B. x Mal auf der 2. Position und x Mal auf der 3. Position gewesen und daraus wird dann der Durchschnitt errechnet.

Die Abfragefilter in der Google Search Console

Die Abfragefilter sind sehr hilfreich. Gib eine Suchanfrage ein, um alle thematisch verwandten Suchbegriffe anzeigen zu lassen. Hier gibt es bestimmt die ein oder andere Keyword-Phrase oder Wortkombination, die für deine Texte relevant sein könnte, die du aber so noch gar nicht auf deiner Website verwendet hast. Schau nach Keywords, bei denen du bereits hohe Impressionszahlen hast, aber niedrige Klickraten, so dass du die betreffenden Seiten nochmal überarbeiten kannst. Oder du siehst dir an, mit welchen Keywords du bereits gut gelistet wirst und arbeitest diese Keywords nochmal auf deinen Seiten heraus.

Abfragen Google Search Console

Sehr hilfreich ist auch die Abfragen nach Seiten. Hier siehst du die Seiten die am häufigsten in den Suchergebnissen aufgerufen wurden (Klicks). Übrigens kannst du natürlich auch nach Impressionen und den anderen Spalten sortieren, indem du einfach die Spaltenüberschrift anklickst.

Genial ist die Kombination des Filters nach Suchanfragen UND Seiten. Hier bekommst du angezeigt, welche Seiten für welches Keyword gezeigt wurden.
Hier sieht man z.B., dass die beiden Blogartikel thematisch zu nah aneinander liegen, als dass Google erkennen könnte, welche relevanter ist und hat sich für einen entschieden.

Seitenanalyse Google Search Console

Also lautet hier die Handlungsempfehlung die beiden Blogartikel miteinander zu vergleichen und die Inhalte des schlechter gezeigten Artikels in den anderen zu integrieren. Danach aber nicht vergessen den „schlechten“ auf den „guten“ Artikel per 301 redirect umzuleiten, damit es keine Fehlermeldung gibt.

Aber stopp, Vorsicht: natürlich schaust du dir vorher an, ob dieser Artikel nicht für ein anderes Keyword gut rankt. Vielleicht ist eine Zusammenlegung gar nicht nötig und du musst nur den Fokus anders legen und den Text nochmal überarbeiten für ein anderes Keyword.

SEO-Tipp

Gerade, wenn man immer mal wieder über ähnliche Themen schreibst, bleibt es nicht aus, dass man immer mal wieder das Gleiche schreibt, wenn auch mit anderen Worten. Google hat dann aber genau oben erwähntes Problem, dass es nicht weiß, welche Seite ausgespielt werden soll. Überprüfe also durchaus, bevor du dich an einen neuen Blogartikel setzt, ob du nicht einen alten Artikel aktualisiert, verbesserst und neu veröffentlichst, also ein „republishing“ machst. Damit schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe, nämlich, dass du deiner Zielgruppe etwas Aktuelles bietest und nebenbei für SEO etwas tust.

P.S. Du schreibst IMMER für die Besucher deiner Website, dann ist es auch gut für Google ;).

Weitere Abfragemöglichkeiten können nach Ländern, Geräten und Suchtypen durchgeführt werden. Suchtyp ist interessant, weil hier neben Web auch die Bilder- und Videosuche möglich ist. Das kann für bildlastige Websites, wie die von Fotografen sehr interessant sein.

3. Links zur Website (link zum Artikel)

Dieser Report zeigt dir, welche Websites auf deine Website verklinken, welche Ankertexte (Linktexte) am häufigsten verwendet wurden und welches die Seiten sind, die am häufigsten verlinkt wurden. Dieser Report ist für den Aufbau von „Backlinks“ (also verweisenden Websites) sehr wichtig, da diese SEO-Maßnahme immer noch sehr wichtig für das Google-Ranking ist.

Backlinks Google Search Console

4. Interne Links

Auch die interne Verlinkung ist eine sinnvolle und wichtige SEO-Maßnahme. In diesem Bericht erhältst du eine Übersicht über Links, die innerhalb deiner Website gesetzt wurden. Verweise nicht zu oft beispielsweise auf deine Kontaktseiten, die ja auch in der Navigation zu finden ist, damit du diese Seite nicht unnötig stärkst, denn damit willst du ja nicht unbedingt ranken. Umgekehrt kannst du Seiten stärken, die wichtig sind, indem du öfters mal von anderen Seiten auf sie verlinkst.

5. Der Google Index

Diese Reports zeigen dir im Wesentlichen, ob deine Seiten von Google indexiert wurden und ob es vielleicht Probleme gibt, die die Indexierung verhindern. Bei den Content-Keywords werden die Keywords gezeigt, die auf deiner Website am bedeutsamsten sind. Klicke auf ein Keyword und erhältst alle Seiten, die zu diesem Keyword erkannt werden, sowie die Varianten des Keywords.

6. Die Sitemaps

Eine wichtige SEO-Maßnahme ist auch die Einreichung der XML-Sitemap. Diese informiert Google darüber, welche URLs auf deiner Website zu finden sind und das jeweilige Datum der Änderung. Dies hilft Google dabei URLs schnell zu crawlen und zu indexieren.

Sitemap Google Search Console

Fazit

Es gibt noch einige weitere interessante Reports in der Google Search Console, aber wenn du die erwähnten nutzt, kannst du schon ziemlich gut dein SEO verbessern.

Google Analytics und/oder Google Search Console Workshop

Das Beste aus Google Analytics und der Google Search Console rausholen! Endlich genau über die Besuche auf der Website Bescheid wissen und erfahren wie Google die Website sieht.

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