Wie du mit dem Aufbau von Links die Sichtbarkeit deiner Website verbesserst

Im letzten Blogartikel ging es um die SEO-Taktik „interne Verlinkung“. Heute geht es nun um eine der wichtigsten Ranking-Faktoren für Google und Co, nämlich um die sogenannten Backlinks (Verweise von externen Seiten) und wie man sie aufbaut.

Was genau ist Linkbuilding bzw. was versteht man unter dem Aufbau von Backlinks?

Ursprünglich waren Backlinks für die Suchmaschinen eine gute Sache, um festzustellen, ob eine Website es wert ist in den Top-Positionen der Suchergebnisse zu erscheinen. Auf wen oft verlinkt wurde, der musste ja etwas taugen. Das wurde weidlich von findigen SEOs ausgenutzt, Linkfarmen und Linknetzwerke aufgebaut und tüchtig Links gekauft oder verkauft. Das führte aber dazu, dass Websites gut rankten, die null Mehrwert für den Nutzer der Suchmaschinen brachte. Deswegen werden Websites mit gekauften Links seit ein paar Jahren rigoros abgestraft und verlieren, oft für sehr lange Zeit, ihr Ranking.

Macht’s nichts, sagen sich SEOs und haben eine neue SEO-Disziplin „erfunden“, nämlich den Abbau von schlechten Links. Aber darum soll es hier nicht gehen, denn ich hoffe einfach sehr stark, dass meine Leser keine Backlinks gekauft haben ;). Ich habe allerdings immer wieder Kunden, denen Link-Pakete angeboten werden. Bitte nicht kaufen!!! Das Geld kannst du lieber einer wohltätigen Organisation spenden. Wenn du nicht möchtest, dass deine Website massiv abgestraft wird, dann kaufe auf keinen Fall Links.

Warum ist richtiges Linkbuilding so schwierig?

Linkbuilding ist vielleicht nicht wirklich schwierig, aber aufwändig, weil es beim Aufbau von Links darum geht, qualitativ hochwertige Links von themenrelevanten Websites zu erhalten. Und die kommen nun mal nicht von alleine.

Welche Links von anderen Websites sind sinnvoll?

Links von Branchenverzeichnissen und Co

Ok, Backlinks sind wichtig – das haben viele Webmaster verstanden. Und sich wie wild in alle möglichen Portale, Artikel- und Webverzeichnisse, Foren und wo auch immer eingetragen. Es ist zwar selbstverständlich, dass man sich v.a. als lokal oder regional ansässiges Unternehmen in die diversen Stadtportale etc. einträgt, aber auch hier gilt „weniger ist mehr“, „Qualität vor Quantität“.

Da viele inzwischen kostenpflichtig sind, sollte man auch prüfen, ob sich der Einsatz überhaupt lohnt. Denn viele Portale erstellen kostenlose Einträge (z.B. auf Basis der Gelben Seiten) und verlinken zwar auf die Website. Aber sie nutzen dabei einen sogenannten No-follow Link. Dieser ist eine Anweisung an die Crawler der Suchmaschinen dem Link nicht zu folgen. Also ist so ein Link nicht so viel Wert (obwohl es Hinweise gibt, dass Google solchen Links trotzdem folgt, aber eben nicht so hoch bewertet).

Eintragen in Branchenverzeichnisse: Ja! Aber eher unter dem Aspekt, dass über diesen Link Besucher auf die Website kommen und nicht um das Ranking an sich zu verbessern.

Links von Social Media Profilen

Natürlich gibt man seine Website(s) in den Social Media Profilen an. Aber auch hier sind es Nofollow-Links. Wenn du selbst in den Netzwerken Beiträge veröffentlichst, bekommst du Besucher auf deine Website, aber ist nicht die Art von Backlinks, um die es hier geht.

Themenrelevante Websites

YESSSS! Die Königsklasse sind Links, die von themenrelevanten Websites stammen, die genau zum eigenen Thema, zur eigenen Branche passen und die selbst sehr gut in den Suchergebnissen ranken. Diese Websites haben oft auch einen sehr guten sogenannten PageRank (der übrigens wie ein Zombie immer wieder erwähnt wird, denn eigentlich ist er tot). Diese Websites haben oft sehr viele Besucher, Expertenstatus, Bekanntheitsgrad etc. Verlinken solche Websites auf deine Website, ist das für deine Suchmaschinenoptimierung eine feine Sache.

Vielleicht hattest du auch bereits Mails im Postfach, in denen dir eine Linkpartnerschaft angeboten wurde. Ich verlinke auf dich – du verlinkst auf mich. Vergiss es! Das funktioniert nicht. Es funktioniert nur dann, wenn es eine wirklich thematisch verwandte Seite ist, in der du z.B. auf einen interessanten Artikel hinweist, der gerade zu deinem Text passt und eine weiterführende Information darstellt. Und umgekehrt die andere Website ebenso auf einen deiner Blogartikel verweisen kann, weil du etwas Interessantes geschrieben hast.

Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn du mit dem Webmaster einer Website eine Kooperation eingehst und dieser dann auf deine Website verlinkt.

Wie geht man vor um Linkbuilding zu betreiben?

1) Bloggen als langfristige Strategie

Viele meiner Kunden sagen, sie haben zu wenig Zeit zum Bloggen. Und wenn sie einen kleinen Artikel geschrieben haben, sagen sie: das war’s jetzt aber erst mal, ist ja nicht so als würde jemand das wirklich lesen. Das ist leider wirklich die falsche Denke. Deine statischen Seiten der Website (also deine „Über-uns“-Seite, die Angebote, Referenzen etc.) wirst du nicht so oft ändern. Ein Blog aber lebt!

Blogartikel zu schreiben ist daher in vielerlei Hinsicht absolut zu empfehlen:

a) Du schaffst neue Inhalte für deine Website in denen du neue Aspekte deines Themas/deines Angebots beschreibst und erhältst neue Leser und möglicherweise neue Kunden. Du erschließt dir auch neue Suchbegriffe, mit denen du möglicherweise nun ebenfalls in den Suchergebnissen erscheinst. Bloggen ist also gut für deine Leser und für SEO. Weitere SEO-Tipps findest du übrigens im Artikel SEO-Tipps und Trends.
b) Ist der Artikel interessant, promotest du ihn natürlich auch in den sozialen Netzwerken und in deinem Newsletter. Dann werden andere Websites den Artikel erwähnen = auf ihn verlinken – und schwups hast du einen Backlink!

Vielleicht verbreitet sich der Artikel ja sogar viral. Hier kannst du nochmal nachlesen wie virales Marketing funktioniert. Dies gilt v.a. für Evergreen-Content, also Inhalte, die auch nach längerer Zeit noch aktuell und relevant sind. Hier spricht man übrigens von „slow viral content“. Ein Beispiel ist mein Artikel Die besten Tools für deine Suchmaschinenoptimierung, auf den immer wieder verlinkt wird (auch, weil ich ihn ab und zu aktualisiere).

Übrigens: weder die Leser noch die Suchmaschinen sind blöd – sie werden erkennen, wenn ein Artikel nur geschrieben wurde, um etwas für die Suchmaschinenoptimierung zu tun.

Also muss der Blogartikel:

  • einen Mehrwert aufweisen, nützlich sein, dem Leser etwas bringen
  • genau zum Thema der gesamten Website passen
  • die Qualität der Website verbessern
  • es wert sein, dass andere Websites auf den Artikel verweisen.

Übrigens müssen es nicht unbedingt Blogartikel sein, auch Videos oder Infografiken können so interessant sein, dass auf sie verlinkt wird.

2) Gastartikel schreiben

Vor einiger Zeit ging ein Raunen durch die SEO-Gemeinde als Matt Cutts, der inzwischen nicht mehr als oberster Spam-Hüter von Google tätig ist, ankündigte, dass Gastartikel abgestraft würden. Dabei ging es nur um Artikel, die rein für SEO geschrieben wurden und /oder auf Hunderten von anderen Websites erscheinen. Diese Artikel werden als „duplicate content“ von Google abgestraft.
So etwas würdest du natürlich nicht machen ;). Du schreibst einen schönen nützlichen und interessanten Artikel für eine hochwertige Website und lässt auf deine eigene Website verweisen. So bekommst du neben Traffic auch einen SEO-Bonus-Punkt in Sachen Sichtbarkeit (der übrigens nur indirekt nachweisbar ist).

In diesem Zusammenhang ist übrigens wichtig, dass die verweisende Website richtig auf deine Website verlinkt, nämlich nicht so: „weitere Information finden Sie hier“, wobei „hier“ verlinkt wurde auf deine Startseite. Das ist natürlich Kokolores, denn erstens sollte dort dein Name, der Name deiner Website stehen und verlinkt werden und zweitens wenn möglich direkt auf die entsprechende Unterseite verlinkt werden.

3) Presseartikel

Da Presseartikel oft in unveränderter Form auf vielen Presseportalen erscheinen, sind diese denkbar ungeeignet, um relevante Backlinks aufzubauen. Für andere Zwecke mögen sie ihren Sinn erfüllen. Aber ich denke, dass Journalisten heutzutage genügend andere Mittel haben, um zu recherchieren und nicht gerade auf diese teilweise wirklich uninspirierten Pressemitteilungen von Firmen gewartet haben.

4) Ein Buch schreiben

Ja, ok, das ist schon eher ein größeres Projekt, jedenfalls habe ich mein Google Analytics Buch nicht gerade übers Wochenende geschrieben. Aber es muss ja nicht gleich ein ganzes Buch sein. Ein Ebook kann ebenfalls dazu dienen, dass andere Websites auf deine Website verlinken.

Was ist beim Linkbuilding zu beachten?

1) Nicht nur auf die Startseite verweisen lassen

Ein typisches Linkprofil einer Website sieht so aus, dass die meisten Links auf die Startseite führen. Das ist aber eher ungünstig. Viel besser ist es, wenn auch auf tieferliegende Links (deep links) verwiesen wird, z.B. auf Blogartikel (noch ein Grund, warum du bloggen solltest).

2) Auf den Ankertext achten

Der Ankertext ist der Linktext, der auf der verlinkenden Website verwendet wird. Meist hat man darüber keine Kontrolle, aber wenn (beispielsweise, weil man einen Gastartikel geschrieben hat und auf seine Website verlinken möchte), dann ist es wichtig, dass der Ankertext nicht „Website“ oder „Weitere Informationen“ lautet, sondern den Namen des Gastauthors, den Firmennamen, den Domainnamen usw. beinhaltet.

3) Nicht auf den Links ausruhen

Wenn einmal auf dich verwiesen wurde und dein Ranking sich verbessert hat, solltest du dich nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Kontinuität ist einer der Schlüssel zum Erfolg!!! Halte deine Website immer möglichst aktuell.

4) Schaue dir deine Backlinks an

Dies kannst du mit dem kostenlosen Tool http://www.backlink-tool.org/ überprüfen. Das Tool zeigt sehr schön deine Backlinks an, den Ankertext und ob Dofollow oder Nofollow-Links gesetzt wurden.

Tool zum Überprüfen von Backlinks

Ist irgendein Schmarrn dabei, sorry, ein Link von einer irrelevanten Website, die spammig aussieht? Dann versuche den Link loszuwerden, v.a. wenn du keinen Traffic über diese Seite bekommst. Möchten die Betreiber der Website auch noch Geld dafür, dass sie den Link entfernen, kannst du in der Google Search Console den Link auch von Google abbauen lassen („disavow“). Manchmal ist es auch nur der Ankertext, der stört. Dann kann man mit den Betreiber sicher eine Änderung vereinbaren.

Diese Taktik solltest du dann verfolgen, wenn du von einer Abstrafung bei Google betroffen bist (penalty). Denn Backlinks zu analysieren und aufzuräumen ist eine zeitraubende Angelegenheit. Viel besser ist es Qualitäts-Links aufzubauen, anstatt sie wieder abbauen zu müssen.

Fazit

Wenn du jetzt festgestellt hast, dass Linkbuilding ja eine ganz schön zeitaufwändige Sache ist, dann liegst du damit richtig. Aber denke daran, dass es immer auf deine Ziele ankommt. Wenn du im Netz gefunden werden möchtest und sogar auf der ersten Seite bei Google erscheinen möchtest, dann kommst du um das Linkbuilding fast nicht herum.

 

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