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Alles was du zum Thema Linkaufbau wissen musst

Beim Linkbuilding oder Linkaufbau handelt es sich um einen Teilbereich der Suchmaschinenoptimierung und des Content-Marketing. Die sog. Backlinks sind nach wie vor ein wichtiger Ranking-Faktor für Google. Betrachte Linkbuilding aber nicht als losgelöste SEO-Maßnahme, sondern als Digital PR mit dem Ziel Inhalte zu verbreiten und dadurch Backlinks für die Website zu generieren. Das kommt nicht nur dem Ranking deiner Unternehmens-Website, sondern auch deiner Online-Reputation zugute.

1. Was ist Linkbuilding?

Als Linkbuilding gehört zum Bereich Offpage-SEO und bezeichnet man den gesamten Prozess innerhalb des Content-Marketing, der dazu führen soll, dass andere Websites einen Link zu deiner Website setzen. Damit das geschieht, muss du natürlich großartigen Content liefern und andere Webmaster darauf aufmerksam machen. Dies kann mit bezahlten Suchkampagnen erreicht werden, aber in diesem Beitrag geht es um das sog. organische Linkbuilding.

Linkbuilding ist durchaus aufwändig, weil es beim Aufbau von Links darum geht, qualitativ hochwertige Links von themenrelevanten Websites zu erhalten. Und die kommen nun mal nicht von allein. Außerdem benötigst du Tools, die dir die externen Links anzeigen, die auf deine Website verweisen und deren Linkprofil analysiert.

2. Was ist ein Backlink und worauf muss ich achten?

Unter Backlinks versteht man Verweise von anderen Websites, die auf deine Website bzw. eine Unterseite verlinken. Deine eigenen externen Links, die auf andere Websites führen, sind also Backlinks für die verlinkten Seiten.

Ist ein solcher Link gesetzt, kann sich das sehr positiv auf das Ranking auswirken. Obwohl Google mittlerer Weile eine Vielzahl von Signalen nutzt, um das Ranking in den Suchergebnissen festzulegen, sind Backlinks immer noch sehr wichtig. Ein wertvoller Link sendet viele positive Signale.

Es gibt unterschiedliche HTML-Attribute, um diese Links näher zu klassifizieren, die man beachten sollte, siehe Punkt 7. Der Text, der verlinkt wird, wird als Ankertext bezeichnet.

3. Was ist ein Linkprofil und warum ist es wichtig?

Unter Linkprofil versteht man alle Links, die auf die Website verweisen. Je nachdem wie viele qualitativ hochwertige Links es gibt, desto besser für das Ranking.

Dazu musst du analysieren, welche Websites bereits auf deine Website verlinken. Eine Übersicht erhältst du entweder eher rudimentär in der Google Search Console oder mit einem anderen kostenlosen Backlink-Tool wie Backlinktool.org. So erhältst du das Linkprofil deiner Website bzw. das deiner Mitbewerber.

Mit einem Backlinkchecker-Tool überprüft man das Linkprofil der Website

Google vergleicht Linkprofile miteinander und schließt daraus, was das Thema der Website und wie vertrauenswürdig sie ist. Außerdem ist wichtig, ob diese Links auf „natürliche“ Weise entstanden sind oder ob es sich um gekaufte oder bezahlte Links handelt. Anbieter von SEO-Tools werten viele Kennzahlen aus, beispielsweise nicht nur die Anzahl der Links, sondern auch die verschiedenen Linkarten (Links im Text, in Kommentaren, Footerlinks etc.) oder den Anteil an Links, die direkt zur Homepage oder auf Unterseiten führen (Deep Links). Ein typisches Linkprofil vieler Websites sieht so aus, dass die meisten Links auf die Startseite führen. Das ist aber eher ungünstig. Besser ist es, wenn auch auf tieferliegende Webseiten verwiesen wird, wie z.B. auf einen bestimmten Blogartikel.

Ein natürliches Linkprofil verfügt über viele verschiedene Links zu allen Seiten der Website und weist kein regelmäßiges Muster auf. Wenn beispielsweise jede Woche hundert neue Links hinzukommen, kann das für Google ein Indiz sein, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugeht.

4. Warum rankt mein Wettbewerb viel besser als meine Website?

Wenn ein Mitbewerber viel besser rankt als deine Website, ist es sehr wahrscheinlich, dass er aktiv Links aufbaut und über ein besseres Linkprofil verfügt. Links sind nicht alles beim Thema SEO, aber ohne Links geht es auch nicht!

5. Sollte man Links kaufen?

Ursprünglich waren diese Links für die Suchmaschinen eine gute Sache, um festzustellen, ob eine Website es wert ist in den Top-Positionen der Suchergebnisse zu erscheinen. Auf wen oft verlinkt wurde, der musste ja etwas taugen. Das wurde von findigen SEOs ausgenutzt, Linkfarmen und Linknetzwerke aufgebaut und tüchtig Links gekauft oder verkauft. Das führte aber dazu, dass Websites gut rankten, die null Mehrwert für den Nutzer der Suchmaschinen brachte. Deswegen werden Websites mit gekauften Links von Google seit ein paar Jahren rigoros abgestraft und verlieren, oft für sehr lange Zeit, ihr Ranking.

Macht’s nichts, sagten sich SEOs und haben eine neue SEO-Disziplin „erfunden“, nämlich den Abbau von schlechten Links. Aber darum soll es hier nicht gehen, denn ich hoffe einfach sehr stark, dass meine Leser und Leserinnen keine Backlinks gekauft haben ;). Ich habe allerdings immer wieder Kunden, denen Link-Pakete angeboten werden. Bitte nicht kaufen!!! Das Geld kannst du lieber einer wohltätigen Organisation spenden. Wenn du nicht möchtest, dass deine Website massiv abgestraft wird, dann kaufe auf keinen Fall Links.

Künstlicher Linkaufbau lohnt sich also nicht und du solltest lieber auf organisches Linkbuilding setzen.

6. Was ist die Voraussetzung für eine gezielte Linkbuilding-Kampagne?

Ohne sehr gute Inhalte wird kaum eine Website bereit sein, auf dich zu verlinken. Deshalb ist es wichtig das Linkbuilding nicht losgelöst von einer Content-Strategie zu betreiben. Natürlich muss ein solcher Content einen Mehrwert aufweisen, so dass er es Wert ist, dass andere Websites darauf verweisen.

Wenn du Content erstellst, wirst du ihn natürlich promoten wollen. Ohne „Seeding“ (engl. von „Aussaat“) passiert es eher selten, dass jemand deinen Content findet, du musst schon die Werbetrommel rühren. Deine Social Media-Kanäle sind das eine, aber oft reicht es nicht aus und man muss gezielt und proaktiv auf seinen Content aufmerksam machen.

7. Welche verschiedenen Linkarten gibt es?

Man unterscheidet bei Links nach dofollow-, nofollow-, sponsored und user-generated Links. Sie erhalten dann in HTML unterschiedliche Attribute.

7.1. Dofollow-Attribut

Grundsätzlich besteht der Sinn eines Links für Nutzer und Suchmaschinen darin, dass sie ihm folgen können. Wenn ein Link keine Auszeichnung hat, dann folgen die Crawler dem Link einfach. Das sind die sogenannten dofollow-Links, obwohl der Begriff eigentlich etwas widersinnig ist. Sie signalisieren Google, dass hier eine Empfehlung ausgesprochen wurde. Sie sind natürlich sehr erstrebenswert und wertvoll für das Ranking. Und genauso schwer sind sie auch zu bekommen. Du verwendest diese Links, wenn du auf eine Quelle verlinkst, der du vertraust.

7.2. Nofollow-Attribut

Um die Manipulation von Links einzudämmen, haben Google und Co. ihre Algorithmen angepasst. Im Jahr 2005 wurde das Nofollow-Attribut rel=“nofollow“ eingeführt, um seine Crawler daran zu hindern, Links zu folgen. Es war eine Reaktion auf die Spam-Kommentare in Blogs, wobei es hier nun ein neues Attribut gibt, nämlich user-generated.
Diese strikte Vorgehensweise hat Google nun aufgeweicht. Seit Ende 2019 ist das Attribut keine Anweisung mehr, sondern nur ein Hinweis für Google, d.h. dem Link wird trotzdem gefolgt. Aber der Website-Betreiber stellt mit dem Nofollow-Attribut klar, dass er zwar einen Link setzt, sich aber von der Website distanziert.

So sieht der HTML-Code mit dem Nofollow-Attribut aus:
<a href=“https://www.beispiel-domain.de“ rel=“nofollow“>Beispiel-Domain</a>

Es ist sinnvoll, die Dofollow- und Nofollow-Links, die du von anderen Websites erhältst, mit einem Backlink-Tool zu überprüfen und auch selbst bei der Verlinkung darauf zu achten, welche Linkart jeweils passender ist.

Der Wert von Nofollow-Links

Ein Nofollow-Link hilft wahrscheinlich nicht unmittelbar dabei ein besseres Ranking deiner Website zu erreichen. Aber sie sind Teil eines natürlichen organischen Linkprofils und eine Website ganz ohne Nofollow-Links kann in Googles Augen merkwürdig wirken, weil ja nicht alle Links gleichwertig sind. Trotzdem kann ja auf den Link geklickt werden und du kannst trotzdem Traffic für deine Website erhalten. Gerade wenn eine tolle Website auf dich verlinkt, dann spielt es eigentlich kaum eine Rolle, ob diese Site einen Nofollow-Link gesetzt hat oder nicht.

Im Herbst 2019 wurden zwei neue Link-Attribute eingeführt, die nicht als Anweisung gelten, sondern ebenfalls nur als Hinweis dienen.

7.3. Das Sponsored-Attribut (rel=“sponsored“)

Hiermit sollen Links gekennzeichnet werden, für die eine Gegenleistung geflossen ist und die als Werbung gewertet werden.

7.4. Das UGC-Attribut (rel=“ugc“)

UGC bedeutet „User Generated Content“, also Inhalte, deren Verfasser nicht der Website-Betreiber ist. Mit diesem Attribut sollen Website-Links gekennzeichnet werden, die Nutzer setzen, z.B. in Blogkommentaren. Wenn du bereits das Nofollow-Attribut verwenden, brauchst du nichts zu verändern. Beachte nur, dass Google Links mit diesem Attribut trotzdem folgen kann. Bei WordPress-Websites werden ab der Version WordPress 5.3 standardmäßig alle Links im Kommentarbereich mit rel=“nofollow ugc“ ausgezeichnet.

8. Welche Art von Links sollte ich aufbauen?

9.1. Themenrelevante Websites

YESSSS! Die Königsklasse sind Links, die von themenrelevanten Websites stammen, die genau zum eigenen Thema, zur eigenen Branche passen und die selbst sehr gut in den Suchergebnissen ranken. Diese Websites haben oft auch einen sehr guten sogenannten PageRank. Es wird oft behauptet dieser sei tot. Tatsache ist allerdings, dass Google ihn nicht mehr anzeigt, aber trotzdem ist er weiterhin Bestandteil des Algorithmus. Diese Websites mit hohem PageRank haben oft sehr viele Besucher, Expertenstatus, Bekanntheitsgrad etc. Verlinken solche Websites auf deine Website, ist das für deine Suchmaschinenoptimierung eine feine Sache.

9.2. Links von Branchenverzeichnissen und sozialen Medien

Ok, Backlinks sind wichtig – das haben viele Webmaster verstanden. Und sich wie wild in alle möglichen Portale, Artikel- und Webverzeichnisse, Foren und wo auch immer eingetragen. Es ist zwar selbstverständlich, dass man sich v.a. als lokal oder regional ansässiges Unternehmen in die diversen Stadt- und Branchenportale etc. einträgt, aber auch hier gilt „weniger ist mehr“, „Qualität vor Quantität“.

Da viele inzwischen kostenpflichtig sind, sollte man auch prüfen, ob sich der Einsatz überhaupt lohnt. Denn viele Portale erstellen kostenlose Einträge (z.B. auf Basis der Gelben Seiten) und verlinken zwar auf die Website. Aber sie nutzen dabei Nofollow-Links. Dieser ist eine Anweisung an die Crawler der Suchmaschinen dem Link nicht zu folgen. Also ist so ein Link nicht so viel Wert, auch wenn Google seit einiger Zeit solchen Links trotzdem folgt.

Eintragen in Branchenverzeichnisse: Ja! Aber eher unter dem Aspekt, dass über diesen Link Besucher auf die Website kommen und nicht um das Ranking an sich zu verbessern. Ist dein Wettbewerb dort vertreten? Auch dann ist es sinnvoll, dass auch dein Unternehmen dort vertreten ist.

Der Vollständigkeit halber: natürlich gibt man seine Website(s) in den Social Media Profilen an. Aber auch hier sind es Nofollow-Links und nicht die Art von Backlinks um die es hier geht. Aber natürlich spielen die Sozialen Medien eine zentrale Rolle beim Seeding.

10. Was sind die besten Linkbuilding-Strategien?

10.1. Eine langfristige Content-Strategie

Viele denken, bei der Erstellung von Content geht es ums Bloggen. Das ist aber nur ein Teil einer Content-Strategie. Es geht darum verlinkbare Assets zu schaffen, also Inhalte in diversen Formaten:

  • Ein Ratgeber mit wichtigen Tipps für bestimmte Themen
  • Ein Glossar mit für die Zielgruppen wichtigen Begriffen
  • Videos oder einen Podcasts, die auf der Website platziert werden mit einem Transkript
  • Ein E-Book, ein Whitepaper, eine Case Study
  • Interviews
  • Checklisten
  • Eine Infografik mit einem Embed-Code, so dass andere sie auf ihrer Website einbauen können
  • Ein nützliches Online-Tool für deine Website, das zu deinen Produkten bzw. Dienstleistungen passt. Auf solche Tools wird meist sehr gerne verwiesen und du kannst eine Menge Backlinks dadurch erhalten.

So schaffst du neue Inhalte für deine Website in denen du weitere Aspekte deines Themas/deines Angebots beschreibst und erhältst auf diese Weise neue Leser und möglicherweise neue Kunden. Du erschließt dir auch neue Suchbegriffe, mit denen du möglicherweise nun ebenfalls in den Suchergebnissen erscheinst. Mach‘ unbedingt vorher eine Keyword-Recherche, ob es sich überhaupt lohnt zu bestimmten Suchbegriffen Content zu produzieren.

10.2. Outreach, aka um Verlinkung bitten

Du solltest genau recherchieren, für wen dein Content interessant sein könnte und aktiv die Ansprechpartner kontaktieren.

Ich habe oft genug ziemlich unseriöse Angebote bekommen. Aber selbstverständlich hat es auch oft genug gut gepasst. Derjenige hat gut recherchiert und eine Verlinkung war auch für meinen Blogartikel ein Mehrwert. Außerdem haben sich daraus auch schon spannende Kooperationen ergeben. Das zeigt aber auch, wie wichtig die Recherche vorab ist.

10.3. Die Links der Mitbewerber aufgreifen

Welche Backlinks haben denn meine Mitbewerber? Sind die in einer Liste vertreten, z.B. die 10 schönsten Ausflugslokale oder ein Vergleich zwischen Anbietern bestimmter Produkte? Dann kannst du natürlich dein Produkt vorstellen und fragen, ob du in der Liste oder dem Vergleich ebenfalls aufgenommen werden kannst.

10.4. Gastartikel schreiben

Vor einiger Zeit ging ein Raunen durch die SEO-Gemeinde als Matt Cutts, der inzwischen nicht mehr als oberster Spam-Hüter von Google tätig ist, ankündigte, dass Gastartikel abgestraft würden. Dabei ging es nur um Artikel, die rein für SEO geschrieben wurden und auf Hunderten von anderen Websites erscheinen. Diese Artikel werden als „duplicate content“ von Google abgestraft.
Einzelne Gastartikel sind aber kein Problem. Allerdings hat Google explizit dargestellt, dass Gastartikel zwar zum Brandaufbau dienen, aber NICHT für SEO relevant sind.

Google hat genügend Daten, um diese Links nicht mehr zu werten, auch wenn es Dofollow-Links sind, die auf deine Website verweisen. Wenn du einen Gastartikel geschrieben hast, sollten die Links in jedem Fall mit dem Nofollow-bzw. Rel-sponsored-Attribut gekennzeichnet werden.

Um zum Tweet und dem Thread zu kommen, klicke einfach auf das Bild.

 

Tweet von John Müller (Google) bzgl. der Linkattribute für Gastartikel

10.5. Presseartikel

Da Presseartikel oft in unveränderter Form auf vielen Presseportalen erscheinen, sind diese wenig geeignet, um relevante Backlinks aufzubauen. Hier gibt es Rahmen der Digital-PR-Maßnahmen andere Möglichkeiten. Ich denke, dass Journalisten heutzutage genügend andere Mittel haben, um zu recherchieren und nicht gerade auf diese teilweise wirklich uninspirierten Pressemitteilungen von Firmen gewartet haben.

10.6. Was ist mit Linktausch?

Vielleicht hattest du auch bereits Mails im Postfach, in denen dir eine Linkpartnerschaft angeboten wurde. Ich verlinke auf dich – du verlinkst auf mich. Vergiss es! Das funktioniert nicht, v.a. wenn beide Websites noch ziemlich unbekannt sind. Es funktioniert nur dann, wenn es eine wirklich thematisch verwandte Seite ist, in der du z.B. auf einen interessanten Artikel hinweist, der gerade zu deinem Text passt und eine weiterführende Information darstellt. Und umgekehrt die andere Website ebenso auf einen deiner Blogartikel verweisen kann, weil du etwas Interessantes geschrieben hast.

Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn du mit dem Webmaster einer Website eine Kooperation eingehst und dieser dann auf deine Website verlinkt. Beachte dann aber die richtige Auszeichnung des Link-Attributs.

10.7. Sind Blogkommentare noch sinnvoll für das Linkbuilding?

Früher war es vielleicht mal eine Best Practice bei anderen Blogs zu kommentieren, um das eigene Website-Ranking zu verbessern. Wenn du nicht wirklich etwas Konstruktives zum Blogartikel beizutragen hast, dann lass es lieber. Viele Webmaster geben den Kommentar gar nicht frei, wenn er nach Spam klingt. Außerdem sind wie schon gesagt bei WordPress alle Links in Kommentare mit dem HTML-Attribut rel=“external nofollow ugc“ versehen. Es lohnt sich m.E. also nicht mehr Blogkommentare zum Linkbuilding zu nutzen.

11. Was ist sonst noch beim Linkbuilding zu beachten?

11.1. Nicht nur auf die Startseite verweisen lassen

Ein typisches Linkprofil einer Website sieht häufig so aus, dass die meisten Links auf die Startseite führen. Das ist aber eher ungünstig. Viel besser ist es, wenn auch direkt auf tieferliegende Links (deep links) verwiesen wird. Das ist v.a. dann wichtig, wenn du im Rahmen einer Kooperation vereinbart hast, dass ein Link gesetzt werden soll.

11.2. Welcher Ankertext sollte verwendet werden?

Der Ankertext ist der Text, der auf der verlinkenden Website verwendet wird. Meist hat man darüber keine Kontrolle, aber wenn (beispielsweise, weil man einen Gastartikel geschrieben hat und auf seine Website verlinken möchte), dann ist es wichtig, dass der Ankertext nicht „Website“ oder „Weitere Informationen“ lautet, sondern den Namen des Gastautors, den Firmennamen, den Domainnamen usw. beinhaltet.

11.3. Fehlerseiten beheben

Externe Links auf deiner eigenen Website

Prüfe ab und zu, ob die Verlinkungen, die auf andere Websites führen, tatsächlich noch aktuell sind oder ob es Fehlerseiten / 404-Seiten oder Umleitungen / 301-Redirects gibt. Kleiner Tipp: gerade in den Kommentaren finden sich oft fehlerhafte Links.

Falsche Verlinkung von anderen Websites

Umgekehrt musst du prüfen, ob es Links von anderen Websites gibt, die auf nicht mehr existierende Seiten verweisen. Wenn du Umleitungen gesetzt hast, ist es kein Problem. Oder vielleicht verlinken diese Websites einfach nicht auf die richtige Seite.

11.4. Nicht auf den Links ausruhen

Wenn einmal auf dich verwiesen wurde und dein Ranking sich verbessert hat, solltest du dich nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Kontinuität ist einer der Schlüssel zum Erfolg!!! Halte deine Website immer möglichst aktuell.

12. Backlink-Tools

Ohne Tools wirst du im Linkbuilding nicht weit kommen. Es gibt Tools zur Backlink-Recherche und zur Content-Recherche-Tools. Professionelle und kostenpflichtige Backlink-Tools haben auch ein Monitoring für den Outreach, wo du nachverfolgen kannst, wen du schon alles kontaktiert hast und ob der Link gesetzt wurde. Außerdem benötigst du natürlich auch Webanalyse-Tool.

Kostenlose kannst du Backlinks auch mit der Google Search Console überprüfen oder mit diversen kostenlosen Backlink-Tools wie z.B. dieser https://ahrefs.com/de/backlink-checker. Der Umfang ist bei den kostenlosen Tools aber häufig sehr eingeschränkt. Viele kostenpflichtige SEO-Tools haben eine integrierte Linkdatenbank. Weitere Tools findest du in der SEO-Tools Liste. 

Ist irgendein Link von einer irrelevanten Website aufgeführt, der spammig aussieht? Dann versuche den Link loszuwerden, v.a. wenn du keinen Traffic über diese Seite bekommst. Möchten die Betreiber der Website auch noch Geld dafür, dass sie den Link entfernen, kannst du in der Google Search Console den Link auch von Google abbauen lassen („disavow“). Manchmal ist es auch nur der Ankertext, der stört. Dann kann man mit den Betreiber sicher eine Änderung vereinbaren. Die Disavow-Taktik solltest du nur dann verfolgen, wenn du bei den entsprechenden Webmastern nichts erreichst oder von einer Abstrafung bei Google betroffen bist (penalty).

Zusammenfassung

Backlinks aktiv aufzubauen ist sicher eine ressourcenintensive Angelegenheit. Aber wie immer kommt es auf deine Ziele deines Unternehmens an. Wenn du den Wettbewerber im Ranking überholen möchtest und besser im Netz gefunden werden möchtest, dann kommst du aber definitiv nicht um das Linkbuilding nicht herum.

Der ursprüngliche Beitrag stammt aus dem Jahr 2015 und wurde umfangreich überarbeitet.