Wie du die interne Verlinkung für SEO nutzen kannst

Die Suchmaschinenoptimierung oder SEO (Search Engine Optimization) ist ein weites Feld und gestaltet sich durchaus komplex. Wer aber seine Website sichtbarer machen möchte und vielleicht auch nicht sehr technik-affin ist, hat trotzdem eine Möglichkeit seine Website für Nutzer und Suchmaschinen zu verbessern und zwar mit der internen Verlinkung.

Was ist die interne Verlinkung?

Die interne Verlinkung bezieht sich auf alle Links, die auf einer Seite der Website stehen und zu einer anderen Seite der gleichen Domain führen, wie beispielsweise dieser Link zu meinem Artikel zum Thema SEO-Taktik Linkbuilding.

Auch das Menü der Website, also die Navigation, stellt eine interne Verlinkung dar. Das Menü strukturiert die Website nach bestimmten Themen, wie beispielsweise auf dieser Website die Unterteilung nach „Services“ und „Schulungen und Vorträge“.

Diese Seitenstruktur steht meist vor der Live-Schaltung der Website schon fest und orientiert sich natürlich meistens an der Produkt- oder Leistungspalette. Wenn du einen Menüpunkt ändern willst, musst du einiges beachten, damit es keine Fehlermeldungen auf deiner Website gibt.

Was du allerdings relativ leicht machen kannst, vor allem, wenn du selbst die Inhalte deiner Website erstellst und pflegst, ist die interne Verlinkung im Text.

Warum ist die interne Verlinkung wichtig?

Durch interne Links zeigst du dem Nutzer, dass es hier weitere interessante Inhalte für ihn gibt – und die sollten natürlich auch tatsächlich interessant sein und mit dem Thema direkt zu tun haben. Gleichzeitig erleichtert es den Suchmaschinen das „Crawlen“, also das Durchforsten deiner Website, was förderlich für deine Suchmaschinenoptimierung ist.
Wenn du also einen Artikel über ein bestimmtes Thema schreibst und einen anderen Aspekt zum gleichen Thema bereits veröffentlicht hast, verlinkst du auf den älteren Artikel und promotest ihn auf diese Weise gleich mit. Ich könnte jetzt beispielsweise in diesem Artikel auf die zehn SEO-Tipps verlinken, weil du dort hoffentlich nützliche weitere Hinweise findest.

Du stärkst damit vor allem Seiten oder Artikel, die dir wichtig sind. Wenn du für ein bestimmtes Keyword ranken möchtest, verlinkst du auf die entsprechende Seite mit dem richtigen „Ankertext“.

Was ist ein Ankertext?

Ein Ankertext ist der Text, der als Link markiert wird, der Linktext. Ein Beispiel:

Mehr Informationen findest du hier.

Ist der Linktext „hier“ sinnvoll? Nein, ist er nicht und „hier“ ist auch kein Keyword mit dem du ranken möchten, oder? Der Crawler der Suchmaschine, der deine Website durchforstet, weiß so auch nicht, um welches Thema es sich handelt. Versuche also einen Begriff oder eine Wortgruppe zu markieren. Mit Hilfe der Google Search Console findest du heraus, welche deiner Webseiten auf welche anderen Seiten verlinkt werden und ob es Seiten gibt, die nicht mit anderen verlinkt sind.

Die interne Verlinkung überprüfen mit der google search console

Dass der Linktext zum Inhalt der verlinkten Seite passen muss, versteht sich von selbst. Dem Linktext kommt also besondere Bedeutung zu und ist ein wichtiges Signal für die Suchmaschinen. Vor allem aber weiß auch der Leser der Seite, was ihn auch der verlinkten Seite erwartet.

Kleiner Exkurs:

Die externe Verlinkung

Um die externe Verlinkung geht es ihn diesem Artikel nicht explizit, das Prinzip ist aber das gleiche, nur dass man auf eine andere Domain/Website verweist. Wenn man auf eine fremde Website verlinkt, ist es ebenfalls empfehlenswert einen sinnvollen Text zu verwenden, beispielsweise:

Mit dem kostenlosen Tool Ankertext Checker kannst du herausfinden mit welchen Text auf deine Website verwiesen wurde.

Bitte nicht denken, dass es schädlich für die eigene Seite sei, wenn man auf andere thematisch verwandte Websites verlinkt. Für Google ist es ein positives Signal, dass das Thema deiner Website stärkt. Letztendlich lebt ja das „Netz“ von diesen Verbindungen. Wenn du der Meinung bist, dass dann die Besucher deine Website dann verlassen, kannst du beim Erstellen des Links einen neuen Tab mit dem HTML-Attribut target=“_blank“  öffnen lassen. Seit neuestem fügt WordPress übrigens aus Sicherheitsgründen auch das Element  rel=“noopener“ automatisch hinzu.

Backlinks

Als Backlinks bezeichnet man Links, die von anderen Websites auf deine Website verweisen. Je mehr andere Websites, die thematisch zu deinem Thema, zu deiner Branche passen und mit einem sinnvollen Link/Ankertext auf dich verweisen, um so besser ist das für die Sichtbarkeit deiner Website. Den Aufbau solcher Backlinks bezeichnet man übrigens als „Linkbuilding“. Dieser SEO-Disziplin kommt besondere Bedeutung zu. Mehr darüber erfährst du im Artikel „Wie du mit Linkbuilding die Sichtbarkeit deiner Website verbessern kannst“.

Wie verlinkt man richtig?

Die interne Verlinkung ist eine Arbeit, die man quasi einfach beim Erstellen von Inhalten miterledigen kann. Bevor du nun allerdings anfängst, wie wild auf andere Seiten zu verlinken, stelle dir selbst folgende Fragen:

  • Ist es ein nützlicher Link, auf den der Nutzer auch wirklich klicken würde?
  • Fühlt sich der Link „natürlich“ an? Soll heißen: passt er gut, weil es tatsächlich eine weitere interessante Seite für den Nutzer gibt – und nicht, weil du die Seite unbedingt promoten möchtest.
  • Befindet sich der Link möglichst bereits im ersten Absatz, zumindest aber im sichtbaren Teil deiner Website, den der Nutzer ohne scrollen sehen kann (above-the-fold)?
  • Verwendest du den <title> -Tag bei der Verlinkung? Der <title>-Tag ist die Sprechblase, wenn man mit der Mouse über den Link fährt und wird eher verwendet, um dem Nutzer zusätzliche Informationen anzubieten. Für Google ist der Link/Ankertext allerdings wichtiger.

Beispiel:  <a title=“kostenloses tool ankertext checker“ href=“http://www.backlink-tool.org/ankertext-checker/“ target=“_blank“ rel=“noopener“>kostenlosen Tool Ankertext Checker</a>

In WordPress sieht das Ganze so aus:

Verlinkung in WordPress

Etwas ärgerlich ist, dass die Eingabe des <title>-tags in einer der letzten WordPress-Updates verschwunden ist. Du musst also den tag in der HTML-Ansicht nachträglich einfügen, wie im o.g. Beispiel.

  • Gibt es auch auf der Startseite deiner Website Links zu den wichtigsten Seiten (das wird oft vergessen, weil man sich durch die Navigation in Sicherheit wiegt, der Nutzer würde schon alles finden).
  • Hast du schon sehr viele Links auf der Seite? Dann ist es möglicherweise zu viel. Denn der sogenannte „link juice“, also die positiven Eigenschaften, die sich von einem Artikel durch die interne Verlinkung auf die andere übertragen, verteilt sich über alle Links auf der Seite. Wenn es zu viele Links gibt, schwächt sich also der Effekt ab. Was ist zuviel? Im Verhältnis zur Länge des Artikels und der Größe der Website wie meine eigene, würde ich persönlich 20 Links für grenzwertig halten.

Die interne Verlinkung automatisieren

Ein Klassiker ist hier der sogenannte Breadcrumb, also die kleine Zeile, oberhalb eines Artikels, die anzeigt, auf welcher Seite sich der Nutzer gerade befindet. So kann man auch zu den höheren Ebenen zurückgehen. Ein Beispiel:

Breadcrumbs für die interne Verlinkung

Ein weiteres Mittel, um die interne Verlinkung zu automatisieren, ist die Erstellung von Kategorien und Schlagworten. Hier gilt es allerdings zu beachten, dass du nicht Hunderte von Kategorien und Schlagworten verwendest. Warum? Der Sinn der Kategorien und der Verschlagwortung ist es, Nutzern die Möglichkeit zu geben, alle anderen Artikel, die es zu einer bestimmten Kategorie gibt, aufzuzeigen. Jede Kategorie hat eine eigene URL, z.B. https://tusche-online.de/category/seo/. Google indexiert diese Seite genau wie alle anderen. Steht hier in dieser Kategorie nur ein kleiner Teaser-Text, weil du nur einen einzigen Artikel für diese Kategorie hast, wertet das Google als sogenannter „thin content“. Dieser wird als weniger wertvoll erachtet und hat keinen besonderen, wenn nicht sogar einen negativen SEO-Effekt. Daher werden die Kategorien- und Schlagwort-URLs meist von der Indexierung ausgeschlossen (mit dem Tag <noindex>).

Wenn du das SEO-Plugin von YOAST für WordPress verwendest, findest du die Einstellung für die Nicht-Indexierung der Kategorien und Schlagworte in den Einstellungen. Hier im Beispiel wurde die Indexierung für Kategorien zugelassen, für Schlagworte ausgeschlossen. Wenn du nicht so viele Kategorien hast, kannst du die URLs indexieren lassen, wenn du möchtest, dass du auch über die Kategorien gefunden wirst. Da Schlagworte oft nur ein, zweimal verwendet werden und dann sehr viele /tag/-URLs mit sehr wenig Inhalt entstehen, ist es sinnvoll, diese mit noindex auszuschließen.

Schlagwoerter ausschließen und auf noindex setzen

 

Das Verhindern der Indexierung von Kategorie- und Schlagwort-URLs hat übrigens nichts mit der internen Verlinkung zu tun, die natürlich trotzdem immer noch existiert.

Ein weiteres Mittel, um die interne Verlinkung ohne weiteres Hinzutun einzusetzen, ist es, weitere Artikel aus der gleichen Kategorie vorzuschlagen. Wurde einem Artikel eine Kategorie zugewiesen, in der bereits mehrere Artikel vorhanden sind, werden automatisch weitere Artikel ausgewählt. Bei WordPress gibt es entsprechende Plugins dafür wie „Yet another related post plugin“ oder das Theme selbst bietet entsprechende Einstellungen. Das Prinzip kennst du das aus Online-Shops nach dem Motto: „Ihnen könnte auch dieses oder jenes gefallen“.

Denke übrigens auch in die andere Richtung: Wenn du einen älteren Blogartikel hast, zu dem ein neuerer Artikel gut passt, dann könntest du auch von diesem älteren Artikel auf den neueren verlinken.

Keine konzeptlose Verlinkung

Typischerweise hat eine Website mehrere Themenbereiche, die sich voneinander abgrenzen, sogenannte Silos (Hauptkategorien). Diese können beispielsweise deine verschiedenen Angebot sein. Die Struktur der Website könnte also so aussehen:

Eine klare interne Verlinkung und Struktur hilft den Crawlern

Hier sind haben die einzelnen Silos Unterseiten, die thematisch dazu passen und die untereinander verlinkt sind. Die Unterseiten sind sozusagen Supportseiten für die Hauptkategorie. Diese Unterseiten können Links untereinander haben, denn sie passen ja thematisch zueinander. Auf diese Weise wird dieses eine Thema der Website gestärkt.

Wenn jetzt aber Links von einer Unterseite aus einem Silo zu einer anderen Unterseite zu einem anderen Silo  mit einem anderen Thema verlinkt, wird das Thema der linkgebenden Seite verwässert. Deshalb ist es besser möglichst auf die Hauptkategorie-Seite zu verlinken, wie im folgenden Beispiel (in grün). Wildes Hin- und Herverlinken (Links in rot) sollte vermieden werden, da sonst die Crawler nicht einwandfrei erkennen können, was das Thema ist und somit natürlich auch nicht feststellen können, für welche Keywords die Seite gezeigt werden soll.

Die richtige interne Verlinkung ist ein wichtiges SEO-Kriterium

So kann Google besser erkennen, um welches Thema es primär geht und die Linkpower geht auf die richtigen Seiten über.

Fazit

Diese SEO-Taktik wird meistens nicht groß beachtet, weil mit durch das Menü bereits eine interne Verlinkung besteht. Aber nicht alle Suchbegriffe, für die man in den Suchergebnissen erscheinen möchte, sind möglicherweise dort erwähnt. Gerade weil es sehr oft keine Verweise von außen gibt (Backlinks von anderen Websites), kann die interne Verlinkung sehr sinnvoll sein.
Sie ist zwar nur ein Faktor unter vielen Ranking-Faktoren, die eine Rolle spielen in der Suchmaschinenoptimierung, aber dafür umso leichter zu einzusetzen. Lasse dir also diese Chance nicht entgehen, um das Ranking deiner Website zu verbessern.

 

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