Die besten kostenfreien SEO-Tools im Überblick

Für jeden Website-Betreiber ist eine ordentliche Suchmaschinenoptimierung erfolgskritisch, denn schließlich möchte man im Web gefunden werden. Dabei unterstützen dich zahlreiche kostenfreie SEO-Tools, die du nutzen kannst, um Schwachstellen auf deiner Website zu erkennen (Onpage-SEO). Außerdem kannst du auswerten, wer auf deine Website verlinkt (Backlinks). Dass andere Websites auf deine eigene verweisen, ist für Google momentan immer noch ein Hinweis, dass deine Website für ein entsprechendes Thema interessant ist und gut ranken sollte. In diesem Artikel findest du auch u.a. Tools zur Keyword-Recherche, zur Auswertung der Mobiloptimierung und Website-Geschwindigkeit.

 

Es gibt Hunderte von Tools und natürlich macht es auch Spaß, die eigene Website zu analysieren. Letztendlich muss man aber strukturiert vorgehen und daher habe ich die wichtigsten Tools, die du benötigst, in dieser SEO-Tool Masterliste zusammengestellt.

1. Tools zur Onpage-Optimierung

Um die Website einfach generell zu checken und einen Überblick darüber zu haben, was gut oder nicht so gut ist, kannst du eines der folgenden Tools nutzen. In begrenztem Umfang geben sie dir auch einen Überblick über die wichtigsten Keyword-Rankings.

1.1. https://www.seobility.net/de/ *

Seobility* liefert hier ein äußerst nützliches Tool mit dem man kostenlos eine Website analysieren kann und viele Tipps zur Onpage-Optimierung erhält. Es werden übersichtliche Listen zur Verfügung stellt und auch sonst optisch gut aufbereitete Informationen geliefert. Es können Rankings für 10 Keywords überwacht werden.

Seobility Free Account

1.2. https://smart.sistrix.com/

Auch bei Sistrix geht es darum Fehler bzw. Verbesserungsmöglichkeiten zu entdecken. Eine hohe Zahl an Warnungen und Hinweisen sollte erst einmal nicht schockieren, denn dahinter verbergen sich oft Fehler, die sich auf X Seiten wiederholen, wie z.B. wenn ein Bild kein alt-Attribut besitzt, aber auf jeder Seite der Website in der Sidebar vorkommt. So werden mit einer Anpassung gleich viele „Warnungen“ entfernt. 
Damit man Ranking-Informationen erhält, muss man das Tool mit der Google Search Console verbinden. Ich würde lieber gleich die Daten in der GSC selbst ansehen und auswerten.

1.3. https://de.ryte.com/product/free/ * 

Für kleinere Websites eignet sich Ryte* ebenso wie die bereits genannten Tools. Ryte konzentriert sich auf die Bereiche Website, Content und Search Success, wobei letzteres sich auf die Keyword-Ranking-Überwachung bezieht, die kostenpflichtig ist. Aber schon allein die Optimierungshinweise, die sich unter Website Success und Content Success befinden, dürften dich eine Weile beschäftigen.

Ryte free Account

Hinweis: mit allen drei genannten Tools können nur jeweils eine Website analysiert werden. Positiv ist, dass es weiterführende Informationen zu einzelnen Themen gibt, anhand derer man sein Wissen erweitern kann. Denn ohne ein gewisses Grundwissen und Einordnung ist eine Optimierung schwierig. Einen Optimierungsgrad von 100 zu erreichen ist schwierig, weil man gerade bei WordPress an seine Grenzen stößt und es auch kein besseres Ranking bringt, wenn man bis ins kleinste Detail optimiert.

1.4. Weitere Analyse-Tools 

  • Screaming frog – ein Desktoptool, mit dem  die einzelnen Websites analysiert werden und das einen Überblick über alle relevanten Metatags, Überschriften und vieles mehr bietet. Anwendungstipps gibt es hier: https://www.more-fire.com/blog/anwendungstipps-screaming-frog/
  • https://varvy.com/ – Diese Website bietet viele verschiedene Tools, um Websites hinsichtlich der Ladezeiten, Onpage-Optimierung, Request-checker uvm. Vielleicht eher etwas für Fortgeschrittene.
  • http://www.siteliner.com – Mit diesem Tool lässt sich der für SEO problematische „duplicate content“ herausfinden sowie nicht mehr funktionierende Links („broken links“).
  • Es gibt auch ein sehr nützliches Tool als Browser-Plugin, nämlich Seoquake. Dieses Add-On zeigt in der Toolbar Details zur Onpage-Optimierung jeder Website und liefert hilfreiche Tipps.
  • Und immer wieder wichtig: die Google Search Console. Hier findet man ein Vielzahl von Reports, die für die Optimierung der Website wichtig sind. Wie du die Search Console für die Suchmaschinenoptimierung nutzen kannst, findest du in dem Artikel SEO mit der Google Search Console.

UPDATE: Sehr nützlich und leicht verständlich ist auch das Tool https://seorch.de, das Lars Lakomki in den Kommentaren erwähnt. Vielen Dank dafür!

1.5. SEO-Plugins für Content-Management-Systeme

Wie bei den meisten Content-Management-Systemen verfügt auch WordPress über zahlreiche Plugins, die die Onpage-Suchmaschinenoptimierung erleichtern. Sie dienen hauptsächlich dazu, das Suchergebnis bei Google und Co aufzuhübschen und zwar natürlich für die Nutzer, damit sie wissen, auf welches sie in der Liste klicken sollten und für die Suchmaschinen-Crawler, die herausfinden wollen, welche Webseiten sie zu welchen Suchbegriffen in welcher Reihenfolge anzeigen sollen.

Ich nutze hauptsächlich das SEO-Plugin von Yoast, da es noch weitere nützliche Features hat, aber andere Plugins haben sicher auch ihre Vorteile. Wenn du ein solches Plugin noch gar nicht in deinem Backend installiert hast, dann solltest du das schnell nachholen.

ABER: die Installation eines SEO-Plugins macht noch kein SEO, du musst es natürlich auch richtig anwenden. Wie das funktioniert, habe ich im Artikel SEO mit dem SEO-Plugin von Yoast ausführlich beschrieben.

Last, but definitely not least:

1.6. Website-Optimierung mit Google Analytics

Google Analytics ist natürlich kein SEO-Tool, sondern ein Webanalyse-Tool. Und du erhältst auch keine konkreten Onpage-Optimierungstipps wie bei den oben erwähnten Tools. Aber mit diesem ebenfalls kostenfreien, sehr mächtigen Tool, bekommst du viele wertvolle Tipps, wie du deine Website optimieren kannst. Wenn du dich bisher noch nicht mit Google Analytics beschäftigt hast, findest du hier in meinem Blog hilfreiche Tipps zu Google Analytics.

2. Tools zur Keyword-Recherche

Und wie findet man nun die richtigen Keywords, damit du nicht, wie oben beschrieben, aus Versehen Texte auf die falschen Keywords optimierst? Mache eine Keyword-Recherche, um herauszufinden, wie Konsumenten nach den Produkten oder Dienstleistungen suchen und formuliere die Texte entsprechend.

Wie du bei der Keyword-Recherche am besten vorgehen kannst, findest du im Artikel Keyword-Recherche leicht gemacht.

Das erste Mittel der Wahl ist der Google Ads Keyword Planer. Dazu muss man sich bei Google Ads anmelden. Beim Anmelden verwendet man die E-Mail-Adresse mit der man sich sonst auch bei anderen Google-Produkten anmeldet. Nutze auch Google Autosuggest (die Vorschläge, die beim Eingeben des Suchbegriffs erscheinen). Verwende außerdem die verwandten Anfragen (am Ende der ersten Suchergebnis-Seite). Weitere Tools zur Keyword-Recherche:

  • Ein sehr feines, neues Keyword-Recherche-Tool hat Sebastian Kraus entwickelt, das mich sofort überzeugt hat: Hypersuggest. Hier kann man wahlweise reverse suggest (Worte, die vor meinem Keyword kommen), normal suggest (nach meinem Keyword) oder Wortkombinationen recherchieren. Super ist auch die Möglichkeit W-Fragen mit dem eigenen Keyword zu recherchieren. Daumen hoch für dieses Tool!!!

Keyword-Recherche Tool Hypersuggest

3. Tools zur Überprüfung deiner Texte

Nun hast du die Keywords recherchiert und mit viel Liebe deinen Text für die Website geschrieben. Aber das Texten hat natürlich auch viele Fallstricke (und ich nehme mich da gar nicht aus ;). Vielleicht hast du über etwas geschrieben, was für Besucher der Website nicht so interessant ist, vielleicht doch nicht die richtigen Keywords gewählt oder den Text nicht gut genug strukturiert? Hier helfen verschiedene Tools, um festzustellen, wie es um deinen Text bestellt ist. In vielen SEO-Tools sind Lesbarkeitsanalysen bereits enthalten.

  • https://wortliga.de/textanalyse/ – Analysiert den Text hinsichtlich Lesbarkeit und zeigt z.B. zu lange Sätze oder Passivkonstruktionen.
  • http://www.blablameter.de/ – Entlavt Blabla im Text 😉
  • https://www.seobility.net/de/wdf-idf-tool/ – dieses WDF-IDF-Tool vergleicht deine Texte mit denen der Wettbewerberseiten und identifiziert wichtige Suchbegriffe, die möglicherweise noch in deinem Text fehlen. Zu deinem gewählten Suchbegriff werden die 10 besten Seiten aufgelistet. So gewinnst du einen Eindruck, was die Messlatte ist, damit dein Text es möglicherweise auf die erste Seite von Google schafft. Auf der Seite wird auch ausführlicher erklärt, was es mit der WDF-IDF-Analyse auf sich hat.

4. Keyword-Ranking-Tools

Um festzustellen, ob du mit den von dir ausgesuchten Keywords (die hoffentlich auch in der Form gesucht werden), musst du Tools verwenden. Es ist zwecklos, wenn du dich selbst googlest, denn seit der Einführung der personalisierten Suche bei Google, entsprechen die Suchanfragen deinem persönlichen Nutzerverhalten. Natürlich werden dabei vor allem Webseiten ausgespielt, die du vorher schon gesucht und besucht hast. Man braucht also ein unabhängiges Keyword-Ranking Tool. Es gibt sehr viele, teils ziemlich teure, aber umfangreiche SEO-Tools wie Sistrix, Searchmetrics, SEOlytics etc., deren Einsatz sich für Betreiber von kleineren Websites oft nicht lohnt. Sistrix und Seobility bieten aber ein kostenlose Starterversionen an, mit denen man einen ganz guten Eindruck vom Zustand der Website erhält.

Weitere Tools, die ein paar der wichtigsten Keywords analysieren für die man ranken möchte, sind folgende:

Bei der Backlink-Generierung ist vor allen Dingen wichtig, nicht einfach seine Website in irgendwelchen Webverzeichnissen einzutragen. Nur der Eintrag in thematisch relevante Portale ist wichtig (z.B Jameda für Ärzte). Unter Backlinks im strengen Sinn versteht man Links, mit denen themenverwandte Websites auf deine Website verweisen, weil du nützlichen Inhalt zu deren Content beiträgst. Sie „erwähnen“ dich sozusagen und empfehlen dich damit.

Diese Backlinks zu erlangen ist nicht einfach und kann auch aktiv betrieben werden. Das ist aufwändig, lohnt aber die Mühe, denn nach wie vor ist das für Google ein Zeichen für die Wertigkeit deiner Website. Dies gilt aber nur, wenn diese Backlinks nicht z.B. von Linkfarmen gekauft wurden, sondern handverlesen generiert wurden. Um herauszufinden, welche Websites auf die eigene Seite verweisen, helfen diverse Tools, die einen Überblick über die vorhandenen Backlinks liefern. Man muss aber wissen, dass kein kostenloses Tool wirklich alle Backlinks nennt. Für einen Einblick reichen sie aber allemal.

  • Backlink-Tool.org stammt von den Betreibern der seobility GmbH und ist ein feines Tool, um Backlinks auf die eigene Seite und Ankertexte zu analysieren. Warum dieser Ankertext wichtig ist, erkläre ich in dem Artikel über die interne Verlinkung (auch wenn es bei dem Ankertext-Checker um die Linktexte der linkgebenden Websites geht).
  • Um auf die schnelle die eigenen Backlinks oder die von anderen Websites sowie Ankertexte zu überprüfen, eignet sich auch das Tool OpenLinkProfiler.
  • https://de.majesticseo.com/ Nach der kostenlosen Anmeldung erhält man einen Überblick über die 10 wichtigsten Backlinks. Um mehr Einträge anschauen zu können, muss man ein Upgrade durchführen.
  • In der Google Search Console findet man ebenfalls einen Backlink-Report

6. Tools zur Auswertung der Mobiloptimierung

Nicht erst seit die Google Search Console allen Nutzern eine Mail geschickt hat, dass die Optimierung für mobile Geräte nun zum Ranking-Faktor wird, ist es wichtig, dass Webseiten auch Nutzern von Smartphones und Tablets eine gute Bedienbarkeit ermöglichen. Mit folgenden Tools lassen sich Seiten testen:

7. Tools zur Bilderoptimierung

Bilder sollten vor dem Hochladen ins Content-Management-System immer angepasst werden. Sie sollten auf die entsprechende Größe, die wirklich benötigt wird verkleinert werden und zusätzlich alle nicht benötigten (Bild)Informationen entfernt werden, ohne die Qualität zu beeinträchtigen. Dazu braucht man kein Photoshop, zum Verkleinern kann man auch kleine kostenlose Tools wie paint.net verwenden. Zum Kompriminieren gibt es zahlreiche Online-Tools wie https://tinypng.com/ und Desktop-Tools, wie  RIOT .

Besonders interessant finde ich das folgende Tool:
https://compressor.io/ – dieses Tool komprimiert ohne Qualitätsverlust die Bilder um bis zu 80 %. Bilder sind immer ein Hemmschuh bei der Ladezeit, deshalb ist es gut darauf zu achten, dass sie möglichst klein sind, mindestens unter 100 kb, besser sogar noch kleiner.

8. Tools zur Geschwindigkeitsmessung

Die Ladezeiten der Website sind ein wichtiges SEO-Kriterium geworden. Kein Wunder, denn Google geht davon aus, dass langsame Website hohe Absprungraten hervorrufen, weil die Nutzer ungeduldig werden. Also wird Google solche Seite nicht so hoch in den Suchergebnissen präsentieren wie andere schnelle Sites. Mit diesen Tools kannst du die Performance der Website testen und du bekommst Tipps, was du an deiner Website verbessern kannst, um die Ladezeiten zu verringern:

Fazit: Ein SEO-Tool für alle Fälle?

Wenn dir die Nutzung der vielen verschiedenen Tools zu aufwändig ist, wird dir nichts anderes übrig bleiben als eines vielen kostenpflichtigen SEO-Tools einzusetzen. Aber auch diese haben unterschiedliche Ansätze, so dass man in jedem Fall verschiedene Tools testen sollte.

Die Anmeldung bei der Google Search Console ist ein Muss, denn hier bekommst du wertvolle Insights (siehe auch: SEO mit der Search Console).

Am besten ist es, die eigene Website immer mal wieder durch die verschiedenen Tools laufen zu lassen, v.a. dann, wenn du sie oft aktualisierst und einen Blog hast.

Über Kommentare, welche SEO-Tools kennst, nutzt und schätzt, würde ich mich sehr freuen.

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Der Originalbeitrag stammt vom Juni 2014 und wird immer wieder aktualisiert, zuletzt im August 2019.

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