Tipps und Trends für deine SEO-Strategie 2018

2017 sieht rückblickend aus, als hätte sich in der SEO-Szene wenig Neues getan. Der Eindruck täuscht allerdings, denn Google kommuniziert und kommentiert Updates des Algorithmus praktisch gar nicht mehr. Gary Illyes von Google antwortete auf Twitter auf die Frage nach einem umfangreicheren Update, das zahlreiche Experten im März 2017 feststellten, wie denn das Update hieße:

From now on every update, unless otherwise stated, shall be called „Fred“.

Das war natürlich nur ein Joke und „Fred“ hat sich als eine ganze Reihe von Updates hinsichtlich der Qualität von Websites, die gegen die Webmaster Guidelines verstoßen, herausgestellt. Es war also kein namentlich benanntes Update wie Panda, Penguin oder Possum. Google aktualisiert nun immer wieder seinen Algorithmus, was oft unbemerkt bleibt. In einem Interview mit Search Engine Land stellte Gary Illyes heraus, dass es bei jedem Update um die Qualität der Website, des Contents oder der Links geht, was auch so in den Webmaster Guidelines  zu finden ist.

Wer also dafür sorgt, dass es seine Website technisch einwandfrei ist und die Qualität der Website an sich sowie der Inhalte hervorragend ist, der braucht sich um die Updates von Google nicht allzu viel kümmern. Aber Fakt ist auch, dass sich Google immer verbessern möchte, um Nutzern das beste Suchergebnis zu präsentieren.

Und hier hat sich in der letzten Zeit sehr viel getan. Die organischen Suchergebnisse werden immer mehr verdrängt von Anzeigen im oberen Bereich, Shopping-Anzeigen auf der rechten Seite, den lokalen Listings, dem sogenannten Knowledge Graph (zusammengefasste Informationen zum gesuchten Thema), den Schlagzeilen und Antwortboxen. Da wird es immer schwerer mit den eigenen Suchbegriffen zu ranken. Was also tun?

Die SEO-Checkliste für 2018 – So kann die Website auch in 2018 in den Suchergebnissen ranken

 

1. Stelle den Nutzer in den Mittelpunkt

„Bei uns steht der Kunde im Mittelpunkt“ heißt es bei vielen Unternehmen auf der Startseite. Ich bin jetzt mal böse: bei den Kannibalen auch 😉. Aber von wirklicher Fokussierung auf den Nutzer ist oft herzlich wenig zu spüren. Die User Experience lässt zu wünschen übrig, weil man z.B. ewig suchen muss, bis man ein bestimmtes Produkt gefunden hat oder nicht die Lösung, die man gesucht hat, präsentiert wird. Google kann die Qualität einer Website anhand diverser Kriterien bereits ziemlich gut einschätzen, außerdem gibt es auch Quality Rater, also echte Menschen, die sich Websites ansehen und beurteilen.

Was heißt denn nun für Google, dass der Nutzer im Mittelpunkt steht? Es sind im Prinzip viele Kriterien, die auch als Rankingfaktoren bekannt sind, beispielsweise die Mobile Optimierung der Website, schnelle Ladezeiten, eine klare Struktur der Website, eine gute Lesbarkeit, Absprungraten, Verweildauer oder auch Klickraten in den Suchergebnissen.
Übrigens, wenn du Google Analytics nutzt, kannst du die Customer Journey seit neuestem besser nachverfolgen und statt Sitzungen den Messwert Nutzer aktivieren. Mehr Infos findest du im Artikel Der Nutzer im Fokus.

2. Optimiere die Website für mobile Geräte

Bei der Erstellung neuer Websites ist die mobile Optimierung heutzutage ein Muss. Schließlich will man ja seine Nutzer, die die Website auf dem Smartphone ansehen, nicht vergraulen. Es gibt aber immer noch genügend Websites, die hier hinterherhinken. Die Gründe dafür mögen vielfältig sein. Google hat aber angekündigt, seinen Hauptindex zu ändern und Websites anhand der mobilen Version ranken zu lassen, also „mobile first“. Websites, die nicht mobil optimiert sind, haben dann das Nachsehen, was das Ranking angeht.

2018 ist also definitiv ein Website-Relaunch angesagt, wenn die Website deines Unternehmens nicht für mobile Geräte optimiert ist.

3. Technisch einwandfreie Seiten

Wenn du eine WordPress-Seite hast (oder ein anderes Content-Management-System) bist du von Haus aus schon mal gut aufgestellt. Die CMS sind die Basis für eine solide Programmierung mit Seiten, die auch gut für Google zu crawlen sind und somit technisch gesehen eine reelle Chance haben überhaupt in den Suchergebnissen zu erscheinen. Um zu sehen, ob und wie Google deine Website findet und durchforstet, solltest du dich bei der Google Search Console anmelden.

Hier erhältst du viele Hinweise darauf, was du tun kannst, damit die Seiten deiner Website indexiert werden. Lade beispielsweise eine XML-Sitemap hoch, eine Art Inhaltsverzeichnis für Google oder lasse die Website rendern, um zu sehen, ob es Probleme gibt. Mehr Infos zur Google Search Console findest du im Artikel: Wie du von der Google Search Console profitieren kannst.

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4. Sorge für Backlinks und Erwähnungen

Backlinks sind Links auf thematisch passenden und qualitativ sehr guten Websites, die auf deine Website bzw. deine Inhalte verweisen. Diese sind zwar nach wie vor wichtig für ein Ranking der Website, aber es gibt auch URLs, die gut in den Suchergebnissen ohne Backlinks ranken. Warum? Weil sie häufig im Netz erwähnt werden, in den sozialen Netzwerken geteilt werden und sie Nutzern empfohlen werden (die gute alte Mundpropaganda). Es lohnt sich also sich gut zu vernetzen. Und natürlich auch Inhalte zu erstellen, die so gut sind, dass sie von anderen empfohlen werden.

Im Artikel SEO-Taktik Linkbuilding erfährst du mehr über Herangehensweisen, um relevante Backlinks für deine Website zu generieren.

5. Setze auf Inhalte, denn Content ist immer noch King

Auch wenn Content nicht nur Text ist, sondern natürlich auch Podcasts, Bilder, Infografiken, Videos etc. Inhalte sind – Google kann Text am besten auslesen und verstehen, ob die Seite der Website die beste Seite zu einer bestimmten Keyword-Kombination ist. Das bedeutet nicht unbedingt, dass du einen Blog haben musst, vor allem dann nicht, wenn dein Unternehmen nicht über die entsprechenden Ressourcen verfügt. Aber trotzdem kann beispielsweise ein Ratgeber veröffentlicht werden, eine FAQ-Seite oder eine Checkliste. Du findest mehr Infos darüber wie Content dein SEO unterstützt im Artikel Content-Marketing und SEO.

Auch 2018 geht es leider nicht anders: eine kleine Website mit wenig Text hat nur wenig Chancen nennenswert in den Suchergebnissen zu erscheinen.

6. Mache eine umfangreiche Keyword-Recherche – trotz Googles künstlicher Intelligenz

Wie oft habe ich schon gehört, dass die Keyword-Recherche doch völlig out sei, da Google ja nun alles schon verstehen könnte. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Ja, Google kann durch Künstliche Intelligenz und Machine Learning („Rank Brain“, einem selbstlernenden Algorithmus) schon für viele komplexe bisher noch nie gestellte Suchanfragen Ergebnisse liefern und versteht die Nutzer immer besser. Und natürlich versteht Google auch Synonyme und Varianten von Suchbegriffen. Aber bei der Keyword-Recherche geht es nach wie vor darum, dass du verstehst, welche Worte und Phrasen Nutzer verwenden, um eine Lösung für ihr Problem zu finden, das du lösen kannst.

Suche deshalb Suchbegriffe, die als Hauptkeyword (auch aus mehreren Worten bestehend) dienen kann sowie weitere dazu passende Begriffe als sekundäre Keywords, damit Google genau weiß, was das Thema der Seite ist. Google möchte immer die beste und vor allem die relevanteste Seite zu einem gesuchten Begriff zeigen. Schau dir in den Suchergebnissen an, welche Seiten zu deinen Suchbegriffen ranken und versuche einen noch besseren und passenderen Text zu verfassen.

7. Beschäftige dich mit Snippets, Rich Snippets, strukturierten Daten und Featured Snippets

Immer noch wichtig ist die Darstellung der Suchergebnisse (Snippets) – auch in 2018. Hier gilt es die URL, den Title, die Meta-Beschreibung sorgfältig auszufüllen mit den Keywords, nach denen Nutzer tatsächlich suchen. Wie du das mit dem populären SEO-Plugin für WordPress von Yoast machst, erfährst du im Artikel WordPress SEO mit YOAST.

Als Rich Snippets bezeichnet man Suchergebnisse, bei denen zusätzliche Informationen angezeigt werden und die somit mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen, wie beispielsweise durch Bewertungssternchen, Veranstaltungsdaten, Rezepte mit Bildern, Produkte etc. Um diese Zusatzinformationen in den Suchergebnissen anzeigen zu lassen, benötigt Google sogenannte strukturierte Daten. Am häufigsten verwendet werden die Daten von schema.org. Einfacher, gerade für kleinere Websites, ist allerdings die Verwendung des Data Highlighter in der Google Search Console.

Ein Featured Snippet ist ein hervorgehobenes Suchergebnis, das als allererstes als Antwortbox angezeigt wird. Es steht also an Position 0. Um hier mit der eigenen Website aufzutauchen, bieten sich vor allem Definitionen an, z.B. Anworten auf Fragen „was ist…“ etc. Auch Listen können gut funktionieren.

Featured snippet in den Suchergebnissen

Mehr Infos dazu, findest du hier: https://www.seokratie.de/featured-snippets/

8. Verbessere die Ladegeschwindigkeit der Website

Die Ladezeiten der Website zu bessern ist ein umfangreiches Thema und erfordert meist auch Programmierkenntnisse. Erste Hinweise darauf, was verbessert werden sollte, liefert Google selbst in den Page Speed Insights. Oft kann durch Komprimierung von Bildern oder Browser-Caching schon einiges erreicht werden. Letztendlich nimmst du diese Maßnahmen vor, damit Nutzer nicht so lang warten müssen, bis die Seite lädt und sie eine gute „User Experience“ haben, vor allem auch auf mobilen Endgeräten. Es kann sich also hier etwas zu investieren und einen Programmierer um Unterstützung zu bitten.

9. Stelle deine Website auf das sichere Internet-Protokoll HTTPS um

Wenn ein Website-Relaunch oder eine neue Website geplant ist, sollte diese in jedem Fall über das sichere Internet-Protokoll HTTPS verfügen. Dieses Kommunikationsprotokoll stellt sicher, dass Daten abhörsicher übertragen werden und zwar nicht nur bei Onlineshops, sondern auch auf deiner Website, wenn Nutzer beispielsweise dein Kontaktformular ausfüllen.

Erkundige dich bei deinem Provider wegen eines SSL-Zertifikats für deine Website, viele Provider stellen es kostenlos zur Verfügung, wie beispielsweise all-inkl. 2018 führt kein Weg mehr daran vorbei die Website von http auf https umzustellen, denn auch Google bevorzugt diese Websites und zeigt http Websites im Browser als „nicht sicher“ an.

Wenn du Google Analytics und die Google Search Console nutzt, musst du nach der erfolgten Umstellung ein paar Einstellungen in beiden Tools ändern.

10. Optimiere deine Bilder

2017 hat Google die Bildersuche aktualisiert, was gerade für bildlastige Websites wie die von Fotografen oder Künstlern, problematisch war. Denn nun werden die Bilder in Originalqualität bereits in der Bildersuche angezeigt und nicht mehr nur ein Thumbnail. Dadurch dürfte der Traffic bei vielen Websites eingebrochen sein, da es nun nicht mehr unbedingt nötig ist, die Website aufzurufen, um das Bild in Originalgröße zu sehen.

Daher ist es weiterhin wichtig auf qualitativ hochwertige Bilder zu achten und die Bilder richtig zu optimieren, d.h. den richtigen Dateinnamen, das Alt-Tag sowie das Title-Tag zu verwenden, wie im Artikel SEO-Tipps unter Punkt 5 beschrieben.

Was steht sonst noch 2018 an?

Die Sprachsuche/Voice Search ist sicherlich ein Thema auf das viele Firmen noch nicht vorbereitet sind und was sicher einen großen Einfluss auf SEO haben wird. Mehr Info: https://karlkratz.de/onlinemarketing-blog/digitale-assistenten-sprachsuche/.

Accelerated Mobile Pages (AMP), Googles Initiative noch bessere und schnellere mobile Seiten zu liefern, wird sicher zum Standard werden. Hier geht es darum eine abspeckte HTML-Version der Seiten auszuliefern. Mehr Infos dazu: https://www.ampproject.org/docs/tutorials/create

Generell bleibt es sicher spannend im SEO-Bereich. Wenn du an die oben erwähnten Punkte denkst, hat deine Website aber in jedem Fall das Potenzial von deinen gewünschten Zielgruppen im Netz gefunden zu werden.

Bildnachweis: Photo by Carlos Muza on Unsplash

 

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