Die Website- und SEO-Audit Checkliste

Nutze das Sommerloch, um deine Website auf Vordermann zu bringen

Seien wir ehrlich, die meisten von uns sind immer beschäftigt mit dem Abarbeiten von Aufträgen und anderen Dingen, die das Arbeitsleben so mit sich bringt. Für die Websitepflege bleibt da meistens sehr wenig Zeit. Nutze doch das Sommerloch, um deine Website mal wieder einem Audit zu unterziehen. Denn deine Website ist das Flaggschiff aller deiner Online-Marketing-Aktivitäten. Über diese Zentrale werden die meisten deiner potenziellen Kunden kommen, idealerweise das passende Angebot finden und mit dir Kontakt aufnehmen. Damit deine Website aber gefunden wird, muss die Website aber für die Suchmaschinenoptimierung optimal vorbereitet werden.

Diese Auflistung enthält eine kleine (und sicher nicht vollständige) Übersicht über die wichtigsten Punkte, die bei einem Website bzw. SEO-Audit beachtet werden müssen. Gerade bei kleinen Websites mit unter 100 Einzelseiten, die es gegenüber größeren Konkurrenten oft schwer haben in den Suchergebnissen zu erscheinen, ist es wichtig, auch auf die technische Optimierung zu achten, da Google und Co die Seiten sonst nicht korrekt „crawlen“ können und die Website auch nicht in den oberen Positionen ausspielen.

Die Grundvoraussetzungen, um ein Website- und SEO-Audit durchzuführen sind:

a) Anmeldung bei der Google Search Console

Damit du überhaupt sehen kannst, wie Google deine Website aus technischer Sicht beurteilt, solltest du dich bei der Google Search Console anmelden. Mit diesem kostenlosen Tool kannst du bereits einige Problemstellen erkennen. Wie du sie für SEO nutzen kannst, erfährst du im Artikel SEO mit der Google Search Console.

b) Einsatz eines Webanalyse Tools

Natürlich darf auch die Webanalyse mit einem Tool wie Google Analytics nicht fehlen. Nur wenn du über die Informationen aus einem Webanalyse-Tool verfügst, wie z.B. Besucherzahlen, Verweildauer, Absprungraten etc., kannst du beginnen anhand der dort gewonnen Einsichten deine Seiten zu optimieren. Wenn du mehr über das Tool erfahren möchtest, schau auf meinem Blog Analytics für Einsteiger vorbei.

Die Website- und SEO-Audit Checkliste

1.) Ermöglichen die technischen Voraussetzungen ein korrektes „Crawlen“ der Suchmaschinen?

Siehe in der Google Search Console nach, ob deine Seite richtig indexiert wird.

  • Ermöglicht die robots.txt Datei  das Crawling der Seite? <meta name=”robots” content=”noindex, nofollow” /> bedeutet, dass diese Seite nicht indexiert wird und Links auf der Seite nicht gefolgt wird.
  • Werden Bereiche/Seiten vom Crawling ausgeschlossen? CSS- und JS-Dateien dürfen nicht ausgeschlossen werden!
  • Gibt es Seiten, die eine Fehlermeldung ausgeben, z.B. weil sie gelöscht wurden (404-Seiten)?
  • Hat deine Website eine XML-Sitemap und wurde diese bei der Search Console eingereicht? Dies ist ein Inhaltsverzeichnis für Google, wodurch die Website besser „gecrawlt“ werden kann. Für WordPress-Seiten sorgt das Plugin WordPress SEO by Yoast dafür, dass automatisch eine Sitemap erstellt wird. Mehr Informationen erhältst du im Artikel WordPress SEO mit den Yoast SEO-Plugin. Einreichen bei der Search Console musst du sie allerdings selbst.
  • Werden Seiten korrekt umgeleitet? Wenn eine Website mit und ohne www. erreichbar ist, sind dies für Google zwei Websites mit den gleichen Inhalten. Dies erzeugt aber doppelte Inhalte („duplicate content“), wodurch deine Website abgestraft werden kann und nicht in den Suchergebnissen erscheint.
  • Werden alle deine Seiten gefunden? Schau‘ in der Search Console, ob alle Seiten indexiert werden und überprüfe mit der Eingabe des Befehls site:domainname.de in das Suchfeld bei Google, ob alle Seiten vorhanden sind.
  • Ist deine Seite für mobile Geräte geeignet/responsive? Wenn nicht, sollte sie sehr zeitnah umgestellt werden, denn dies ist ein wesentlicher Rankingfaktor für Google. Aber der eigentliche Punkt ist, dass deine Leser es dir danken werden, wenn sie mit dem Smartphone auf deine Seite kommen.

2.) In welchem Zustand ist deine Website?

Dass die Suchmaschinenoptimierung längst nicht mehr das Platzieren von Suchbegriffen/Keywords an alle möglichen Stellen auf deiner Website bedeutet und auch SEO-optimierte Texte nicht unbedingt das Gelbe vom Ei mehr sind, dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben. Du solltest auch auf eine klare Struktur achten und auf eine Nutzerführung, die es den Besuchern deiner Website leicht macht, alle deine wichtigen Inhalte zu finden.

  • Ist die Navigationsstruktur klar und verständlich, gibt es möglichst nicht mehr als drei bis maximal vier Ebenen?
  • Sind die Seiten untereinander verlinkt (auch Website-Seiten zu Blogseiten und umgekehrt)
  • Bietest du bei den Verlinkungen dem Nutzer zusätzliche interessante Informationen in Form von Links, die auf andere Websites verweisen?
  • Wie viele Klicks benötigt man von der Startseite auf bestimmte Unterseiten? Mehr als drei, maximal vier Ebenen sollten es nach Möglichkeit nicht sein.
  • Gibt es Subdomains? Subdomains wie z.B. www.blog.example.de werden als einzelne Domains gewertet und sind daher für deine Website nicht so wertvoll wie ein Blog, der als Unterordner angelegt wurde, wie z.B. www.example.de/blog
  • Verwendest du ansprechendes Bildmaterial und ist dein Angebot eindeutig und verständlich präsentiert?

3.) Wie sieht es mit den Ladezeiten deiner Website aus?

  • Wie schnell laden die Seiten deiner Website? Google wertet eine schnelle Ladezeit (Performance) als einer der Faktoren, die eine Rolle spielen, dass deine Website zu bestimmten Begriffen gefunden wird (die sogenannten Rankingfaktoren).
  • Wie schnell ist die Website mit verschiedenen Tools wie GT-Metrix, Google Page Speed oder Pingdom Tools? Mehr Infos zum Einsatz dieser und anderer Tools findest du in der Masterliste der SEO-Tools.
  • Hast du in Google Analytics eine Benachrichtigung eingerichtet, damit du erfährst, welche Seiten hohe Ladezeiten haben?

4.) Ist bei der Onpage-Optimierung an alles gedacht?

  • Sind alle Seitentitel (<title>-Tag) korrekt eingegeben (erscheinen als Titel in den Suchergebnissen)? Sie sollten nicht mehr als ca. 70 Zeichen haben, damit sie in den Suchergebnissen (wo sie als blauer Link erscheinen) nicht abgeschnitten werden. Verwende auf jeder deiner Webseiten einen einzigartigen Titel.
  • Ist die URL kurz und nutzerfreundlich, (d.h. nicht www.example.de/p=id45?, sondern www.example.de/produkte/)? Verwende sogenannte „sprechende URLs“ und verwende eindeutige Begriffe.
  • Werden Bindestriche bei den URLs verwendet? Unterstriche sind veraltet und sollten nicht mehr verwendet werden.
  • Ist die Beschreibung der Seiten der Website (die Meta-Description) mit einem für deine Nutzer informativen Text versehen? Verwende nicht mehr als 160 Zeichen und achte auf eine einzigartige Beschreibung jeder einzelnen Seite deiner Website. Für die Onpage-Optimierung von WordPress-Websites ist das Plugin Yoast-SEO gut geeignet. Wie man es richtig nutzt, erfährst du im Artikel über WordPress SEO.

5.) Sind die Inhalte deiner Website relevant und optimal für SEO vorbereitet?

  • Ist der Inhalt ausreichend auf deiner Website, gibt es Bilder, Videos, Infografiken? Ist der Text ausreichend (mindestens 500 Worte)?
  • Sind die Inhalte relevant für deine Zielgruppe? Was ist der Mehrwert, warum sollten Nutzer deine Inhalte konsumieren?
  • Was sind die wichtigsten Keywords mit denen du ranken könntest und möchtest?
  • Ist jede Seite auf ein Keyword bzw. Keyword-Set optimiert? Fokussieren dich pro Seite auf ein bestimmtes Thema. Google kann Synonyme mittlererweile gut erkennen, braucht aber dafür auch sogenannte „proof keywords“, um festzustellen, um was es wirklich auf der Seite geht.
  • Gibt es kein Keyword-Spamming, d.h. zuviele Keywords z.B. im Footer? Vergiss das Meta-tag <keywords>, wenn dies dein Content-Management-System vorsieht. Es wird von Google nicht beachtet und gilt bei anderen Suchmaschinen als Spam.
  • Gibt es viele Rechtschreibfehler, Grammatikfehler oder ist der Text schlecht zu lesen?
  • Haben Bilder ordentliche Dateinamen (d.h. nicht img124.jpg), sondern einen sinnvollen Namen, der darauf hinweist, worum es in dem Bild geht?
  • Verwendest du bei den Bildern das <title> und das <alt>-Attribut? Ersteres zeigt die Information, wenn der Nutzer mit der Maus drüberfährt, das zweite sagt Google, worum es in dem Bild geht und ist ein alternativer Text zum barrierefreien Lesen.
  • Sind die Bilder vor dem Hochladen optimiert worden, d.h. auf die passende Größe zugeschnitten und von der Dateigröße her optimiert (also bitte nicht 4 MB hochladen).
  • Kommen Inhalte doppelt auf der Website vor oder der gleiche Inhalt auf mehreren Website? Das wäre kontraproduktiv. Teste, ob das bei dir der Fall ist mit www.siteliner.com, wo du erfährst, welche Inhalte doppelt sind. Keine Sorge, die Blogübersichtsseiten bei WordPress sind kein doppelter Inhalt, damit wird Google gut fertig ;).

6.) Sind die Verlinkungen richtig angelegt?

  • Verlinke auf qualitativ hochwertige Websites, die thematisch zum Thema deiner Website passen? Vermeide es auf Seiten zu verweisen, die nichts mit deinem Thema zu tun haben, z.B. weil du einem Freund einen Gefallen tun willst und auf seine Website verlinkst. Das bringt weder dir noch ihm etwas.
  • Ist der Ankertext (der verlinkte Text) relevant für den Nutzer? Beschreibt er das Thema, um das es bei der verlinkten Website geht? Also bitte nicht das Wort „hier“ verlinken.
  • Verwendest du den <title>-tag des Links (Mouseover-Info für den Nutzer)?
  • Hast du analysiert, welche anderen Websites auf dich verlinken und mit welchem Ankertext? Wenn das etwas Irrelevantes ist, bitte den Webmaster der jeweiligen Seite das zu korrigieren. Die Backlinks kannst du in den Webmaster Tools/der Search Console einsehen.
  • Hast du Links auf deiner Website, die nicht mehr funktionieren („broken links“). Dies erfährst du ebenfalls mit www.siteliner.com oder mit dem Plugin Broken Link Checker für WordPress.

7.) Sind deine Social Media Profile optimal platziert?

  • Gibt es Social Media Buttons auf der Website? Du glaubst nicht, wie oft ich Website-Optimierung durchführe, bei denen nicht daran gedacht wurde sie aufzuführen.
  • Werden sie korrekt eingesetzt? Sehr unschön ist es z.B. sogenannte Share-Buttons auf den Website-Seiten zu haben (also auf den eher statischen Angebotsseiten). Im Blog sind Share-Buttons durchaus sinnvoll. Achte allerdings darauf, dass sie datenschutzkonform sind. Ein populäres Plugin für WordPress ist Shariff.
  • Führen die Social Media Buttons zu gut gepflegten Social Media Profilen?

8.) Hast du die Konkurrenz analysiert?

  • Wie sehen die Websites deiner Konkurrenten aus?
  • Was machen diese besser oder schlechter?
  • Was könntest du bei deinen eigenen Seiten verbessern?

Sollte sich herausstellen, dass bei vielen dieser Punkte Optimierungsbedarf besteht, solltest du möglichst bald damit beginnen, ein Thema nach dem anderen abzuarbeiten, um in den Suchmaschinen in Zukunft besser gefunden zu werden.

Fazit

Wenn diese Basics erledigt sind, kannst du dich weiteren Themen der Suchmaschinenoptimierung widmen, wie z.B. dem Aufbau von Links, was nichts anderes ist, als der Ausbau deiner Online-Reputation. Dies erreichst du durch das Erstellen nützlicher Informationen für deine Leser z.B. durch einen Blog und eine verstärkte Präsenz in den Sozialen Medien.

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